Monday, 2 October 2017

Felsenfeste Glaubensburg

Wir spüren und fühlen und erkennen: Die Dinge sind im Wandel! Momentan geschieht etwas mit uns, auf geistiger Ebene, was wir zuvor noch nicht - in dieser Tiefendimension - kannten. Friede zieht ein in unsere Herzen. Das mental-rationale Bewusstsein nimmt ab. Die vierte Dimension, die Zeitfreiheit wird erfahrbar. Wir kommen hinein in das Hier und Jetzt, in die vollkommene Gegenwart, wo alles zeitgleich vorhanden ist. Wir spüren: Ursprungsnähe und Weiblichkeit. Die Demut zieht die Gnade an. Liebe durchflutet unser Inneres. Peu á Peu entfaltet sich das Neue weiter in uns. Das Alte ist vergangen. Spaltung und Trennung verschwindet und wir erkennen: Wir sind Wir. Wir sind verbunden. Wir werden gemeinsam. Du bist Ich und Ich bin Du. Das trennende Ego-Ich ist sozusagen "the captain of our souls". Wir steuern damit unser Seelenschiff durch dieses eine Leben. Doch tiefer in uns verborgen ist unsere wahre, göttliche Natur: Unser Selbst. Mit männlichen wie weiblichen Anteilen, mit Schatten- wie Lichtseiten. Wir haben ein liebendes, flammendes, neues: Herz.

Gefühle sind im Bauch anzusiedeln. Jesus ist Liebe, vollkommene Hingabe, vollkommen Gott und vollkommen Mensch; heisst: Vollkommen in sich vereinend: Sowohl Männlichkeit als auch Weiblichkeit. Was knechtet und unfrei macht, sind "Wurzeln des Übels": Macht, Gier, Angst. Oftmals früh(kindlich) geprägte Anbahnungen - in uns. Ein sich Selbst herausnehmen ("Sündenfall"); heisst: Sich vom Ganzen abspalten und sich selbst rausnehmen. Heisst: Wir können uns umwenden/ umwenden lassen - vom Licht und von Liebe (= vollkommenste Hingabe und Liebe: Jesus) und wieder zurück in diese "Anbindung" (Connection) kommen: Das meint zu Jesus kommen. Diese Anbahnung des Sich-weg-Wendens durchbrechen und - immer wieder - neu anfangen und hinkommen zum Kreuz, das bereits - hinter! - uns liegt. Das bedeutet: Das Alte ist vergangen. Wir drehen uns zum Kreuz und sehen: Da hängt - alle - Sünde der Welt bereits. Wir müssen folglich keine "Ringträger" (vgl. Herr der Ringe, Frodo) mehr sein. Warum? Weil: Jesus trägt, löst und rettet. Besser gesagt: Er hat es bereits getragen und das Böse besiegt und uns errettet. Und das ist doch die Frohe Botschaft: Diese Gnade ist für jede und jeden von uns. Sie ist schon da. Die Liebe ist schon da. Das Reich Gottes (welches von der herrschenden Logik der Welt ("das Recht des Stärkeren") nicht verstanden wird (das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht begriffen), ist bereits hier und jetzt erfahrbar!

Gott ist durch logisches Denken erkennbar, aber auch durch konkrete Erfahrung. Wir dürfen leben. Wir dürfen lieben. Wir sind alle - aus Hoffnung in Liebe und durch Glaube - verbunden und - in Jesu Namen - frei. Jesus sendet uns hier auf die Erde um unsere Erfahrungen zu machen. Wie ein Vater der seinen Sohn losschickt um auszuziehen und selbst Erfahrungen zu machen und zu lernen! Dabei ist tatsächlich alles (!) erlaubt, doch nicht alles dient dabei - zum Guten! Halleluja. Das strafende, angstmachende, richtende - Gesetz - ist vergangen und wir sind zur Freiheit berufen als Brüder und Schwestern - im Glauben an Jesus Christus. Dieser freimachende, angstlösende, auf Gott vertrauende und sich rück an Ihn bindende - Glaube, ist immer wieder angewiesen und auf ein Gegenüber bezogen, welch-es (!) einfach nur vollkommenste, reinste, herrliche Liebe ist. Vollkommene Hingabe, vollkommenes Bei-uns-sein: Hier und Jetzt. Jesus Christus.

Und wenn wir Jesus als unseren Erlöser erkannt haben und auch vor unseren Mitmenschen voranschreitend bezeugen und diesen "Königsweg" des Glaubens (nicht der Religion) gehen, so wird uns bewusst, und so steht es auch geschrieben, dass Gott Jesus gesandt hat und Jesus wiederum uns sendet: als Kinder, als Töchter und Söhne Gottes. Wenn also dogmatische, uns einengende, zwanghaft aufgedrückte Religion als knechtendes Gesetz von außen, moralisch überlegen, grob, "mit dem Schwert" und mit Macht "von oben" herab, versucht uns zu versklaven, sollten wir sie abstoßen und uns nicht unter dieses Joch begeben, sondern uns auf Jesus ausrichten. Der bereits vor uns steht und uns wieder heimwärts zu sich, zur bedingungslosen, lichtvollen Liebe zieht und für Hoffnung, Liebe, Freiheit - aus Glaube = Vertrauen, steht. Religion kann ein Gefäß sein, in welchem Glaube geregelt gelebt werden kann. Religion ist aber nie absolut, sondern stets "zerbrechliches Gefäß" (R. Marquard). Sie ist eine weltliche Institution und sollte von daher immer den einzelnen, fragenden, suchenden, leidenden, glaubenden, ... Menschen - als ganzwerdendes Fragment - in den Blick nehmen. Immer in der (schrittweise wachsenden) Gewissheit: dass es nicht die Welt, und auch nicht wir selbst sind, die sich immer weiter optimierend (Krankheit der Zeit) vollenden, sondern dass es letztlich ER (ELOHIM), der lebendige Gott, ist, der uns empfängt und vollendet; nicht aus unserer eigenen, IHM mit eigenen Werken gefallen wollenden Anstrengung heraus, sondern durch Sein gütiges, uns liebevoll, sanft und fein ansehendes Da-Sein, dass sich zu uns herstreckt; in reinster Hingabe und warmherziger Liebe: herz(z)ulaufend (vgl. der verlorene Sohn): Abba - kommt uns end-gegen und wir sind gemächlich auf dem Weg - nach Haus. Amen.

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