Sunday, 24 September 2017

Relatiovalenz-Release & Herbstbeginn

Liebe Freunde,

am 19. Februar 2019 wird die Trilogie "RelatioValenz" mit der Veröffentlichung meines letzten Lyrik-im-Quadrat-Bands "Eleminend" vollendet. Nähere Infos zum Ort der Release-Party folgen zeitnah. Ich wünsche Euch mit folgender Poesiepostkarte einen wundervollen, farbenfrohen und vor allem suppenreich-gesegneten Herbst 2017! Und die Blätter treiben...


Herzliche Grüße aus dem beschaulichen Breisgau,

Euer

Simon Felix Geiger

Der barmherzige Vater als Hoffnung der Menschheit

Die Ermangelung barmherziger Vaterfiguren
über die zurückliegenden Jahrtausende, von 
Männern, die ihr Mannsein nicht herrschaftlich
überlegen, sondern liebevoll, sanft und zärtlich -
in Schwäche wie Stärke - kraftvoll leben konnten,
(weil die Zeit noch nicht reif war und noch der
"überlegene Herrscher" & Patriarch gefragt war)
kommt womöglich auch in der tief verwurzelten
Sehnsucht nach einem "barmherzigen Vater" im
Himmel zum Ausdruck. Der Wunsch und die
Sehnsucht nach einem gütigen, sanft gnädigen,
verzeihenden, liebevollen, gutmütig-zärtlichen
und gerechten Vater findet in der Hoffnung auf
den "guten Vater im Himmel" ihre Entsprechung.


Wir - als gefunden und neu gewordene, aus dem
Alten heraus "von oben her" auf das Kreuz hin
umgeschmolzene, zu Christi Leib gehörende
sowie Jesu Christus vor unseren Mitmenschen
bezeugende - Christen bekennen und glauben,
im Sinne von: vertrauen, auf diesen Vater,
dem wir diese (oben genannten) Eigenschaften
zu recht zuschreiben. Inwieweit allerdings
im Laufe der Zeit patriachale Denkmuster
in diese Überlegungen mit eingeflossen sind,
müssen Experten aus Theologie, Philosophie,
Geschichte usw. klären (vermutlich gibt es
diesbezüglich auch schon mehr als genug
Forschung...). In meinem Gedicht "trauer-
trümmer" spreche ich darum ganz bewusst
von "Vater Mutter Tochter Sohn" sowie von
einem "beziehungsreichen Liebesstrom", da
das - für mich - vielmehr den Kern der
biblischen Botschaft (nicht im wortwörtlich
verstandenen Sinn) trifft: Wir haben eine
himmlische Familie und die muss doch,
so glaube ich zumindest, vielfältig, bunt und
auch geschlechter- sowie generationen-
übergreifend sein. Die christliche Rede von
"Vater Sohn und heiliger Geist" (und bei den
Katholiken die Mithineinnahme von Maria als
Mutter Gottes) schreibt diesem liebevollen
Gott vor allem eines zu: Beziehungsfähigkeit;
sprich: Die Fähigkeit Beziehungen einzugehen
sowie die Kompetenz, in und mit diesen Beziehungen
in Hoffnung, Liebe und Glaube zu wachsen!

Das kann also unser Orientierungspunkt sein in allen
Irren und Wirren dieser Zeit: Wo die Beziehungs-
fähigkeit, das Zusammenleben, das gemeinsam
in Freud wie Leid (!) Zeit verbringen, gedeiht,
da ist Gott, da ist Jesus mit und unter uns. Wo 
Streit und Zank und Eigennutz herrschen und jede
und jeder zum eigenen Herrscher und Kämpfer im
"aufeinander einkeulen" wird, da stinkt es bis zum
Himmel! Doch auch da gilt: Gottes Gnade ist
so weit über unserem Denken und Verhalten und 
Sprechen und somit ist auch Gottes Gnade viel 
umfassender und weiter reichend, als wir sie uns
je vorstellen könnten. Wir sind: Menschen. Und
wir können - wieder einmal - umkehren & zurück:
auf DEN WEG DIE WAHRHEIT und immer neu
hinein in DAS LEBEN! H-ALLE-LU-JA! Amen

Wednesday, 20 September 2017

Fundamentales Neu-Mensch-Sein!

Christsein bedeutet für mich nicht mehr und nicht weniger als: Fundamentales Neu-Mensch-Sein in und durch und dank und ab dann mit: Jesus Christus. Nach dem Umkehr- und Umwandlungsprozess - durch eigene Erfahrung - im Inneren - angeschaut worden zu sein von IHM führt näher hin an das eigene wahre innere Selbst, an die eigene Seele, das eigene Herz, das eigene Gefühlserleben, die eigene Subjektivität. Ist aber auch höchster Drahtseilakt, Wandel zwischen Schatten und Licht, zwischen Engeln und Dämonen doch stetig wachsend in der Gewissheit: Das Kreuz ist hinter uns! Liegt hinter uns. Der sündige, alte, vergangene Mensch wurde durch uns hindurch zurück ans Kreuz geschlagen. Der Auferstandene steht vor uns mit weit ausgebreiteten, herrlich weißen, weiten Händen. Wir fallen nieder. Das Licht zu stark. ER löst. ER trägt. ER rettet. Kniefall. König: Du warst. Du bist. Du wirst kommen und sein. Jesus siegt. Amen. Diese "Spiegelempfängnis", dieses "Angeschaut-werden" und sozusagen "durchstoßen" werden (alter Mensch wird zerschossen und ans Kreuz genagelt) und umgeschmolzen Neuwerden ist ein Prozess der sich sehr individuell, personenabhängig jeweils anders zeigt. Es gibt so viel Wege wie Sandkörner am Meer. Und doch: Jede/r ist dazu aufgefordert und gerufen die spannendste Reise: zu sich Selbst und dadurch zu Seiner wahren inneren Natur anzutreten. Das ist freiwillig. Und birgt Gefahren. Doch bringt auch große Gnade und Reichtümer. Die Religion, das uns knechten wollende Gesetz (Du musst, Du sollst, tu das nicht und dies nicht) macht unfrei (!) und versklavt. Es macht zu Knechten. Aber Jesus er ist einfach liebenswerte Liebe. Just Love. BIG LOVE und strömt durch aufnahmebereite Herzen: Herzensstrom. So bleiben: Hoffnung Liebe und Glaube. Unser einziger, sich stetig weiter offenbarender, wahrhaftig liebender Gott ist einer der Gnade: ELOHIM. Er entfaltet sich und uns immer weiter. Ich würde gar nicht von ER sprechen, sondern sehe darin womöglich eine Verfälschung durch männlich dominiertes Denken und damit verbundene Vorstellungen. Gott ist, so denke ich, ein ES: J-ES-US. Auch Jesus ist Vollkommenheit durch völlige Balance von männlichem und weiblichem Prinzip. Herrschaftlich dienend. Hingebend und bestimmt. Usw. Wir müssen das Rätsel nicht entschlüsseln, aber wir dürfen in jedem Falle - rückgebunden an Jesu Liebe und damit an das Himmelreich - einfach: LEBEN im Blick nach vorne ohne religiöse Scheinheiligkeit und falsche Götzenbilder. Aber im Idealfall: immer rück-angebunden (grundverwurzelt) mit dem Hintergründigen, mit der Quelle, aus welcher heraus, wir - wie Jesus - als Ebenbilder Gottes - als Liebesstrom - fliessen. Durchaus und gut eingebettet in Alltagsstrukturen und doch ab und an auch mit außerirdischen Gotteserfahrungen, die dann wiederum im Alltag Festigung erfahren dürfen. Und doch ist sie sehr wichtig: Die Unterscheidung der Geister! Wir sind gewarnt: Ich werde Euch wie Schafe unter Wölfe schicken! Also Augen auf: Nicht alles dient uns zum Besten. Aber es ist spannend. Diese unfassbare Reise zu unserem wahren Selbst, mit Jesu Liebe (die wahrhaftig dazu aufruft: zu uns Selbst zu kommen und es ihm gleich zu machen!) und - gemächlich - Schritt für Schritt - ohne Stress - in Glaube, Liebe und Hoffnung: heimwärts! Amen.

Tuesday, 19 September 2017

Trilogie: RelatioValenz

>> Fragmen(t)sch - Ganzendent - Eleminend <<



Monday, 18 September 2017

Gotteskindschaft antreten!

Trete jetzt und hier deine, dir bereits auf deine Brust hin gebahnte Gotteskindschaft an und empfange absichtslos im Gebet und im Glauben die Gnade des Heiligen Geistes, der DASWORT (also Jesus Christus himself) in dich eingibt. Wie ein flammendes Herz voller Liebe und Kraft leuchtet es! Amen. So wirst du vom alten Fleischmensch zur neuen Kreatur in Jesu Christus. AMEN!

Jesus sagt “Fürchte dich nicht!“ “Komm zu mir“ “ich will in dir mein Gemach nehmen und durch dein Herz und dein Lieben wirken und dich aus deinem Eingekerkertsein befreien“ “siehe: Ich mache alles neu“. Deine Schuld ist vergangen, dein Abgetrenntsein von mir hängt hinter dir am Kreuz. Das Verderben besiegt. Du bist erlöst und errettet. Dein Glaube hat dich frei gemacht. Halleluja, Gelobt sei unser HERR Jesus Christus. SEIN Heil und SEIN Reich komme. A und O. Anfang und Ende. Amen.


Menschenlogik-Fleischkreislauf
Opfer werden Täter brauchen Retter
brauchen Opfer werden Täter Drama
Dreieck: Todesspiralen ins Nichts.
Darum ganz klar und zweifelsohne
eindeutig: Jesus Christus rettet!


themba thanda thula
Glaube als offener Prozess
auf das Haupt hin heimwärts!

ER!rettet

dichtragend
bejaend
vergebend
belebend
haltgebend
heilspendend
>> nieendend <<

Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig!

Starker Goliath-Ego-Größen-Wahnsinn des Sich-Über-Andere-Erhebens ("hohoho, schaut her wie toll und groß und schön und reich und stark ich bin, ich schaffe alles selbst aus mir heraus, hahaha, keiner kommt mir gleich, babäm, ich bin kraftvoll und mächtig und über alle erhaben, macht macht immer mehr macht, gebt mir alles, her damit, ich knechte sie alle und mache mir die Welt untertan!") führten bereits in zwei bzw., den aktuell wütenden Dritten hinzu zählend, drei Weltkriege.

Entfesselte (!) Macht-, Gier- und Angst-Prägungen (Angst vor dem minderwertig (zu wenig)/ überwertig (zu viel) Sein) und sich daraus heraus (tragischerweise) entwickelt haben müssende Anbahnungen - in gefährliche, tödlich und vernichtend wirkende Richtungen (kurzum: ins Verderben!) - haben die Welt (wie ein Krebsgeschwür) infiziert und befallen. In diese Entwicklungen hinein spricht der lebendige Gott der bedingungslosen, lebenreichwerdenlassenden Liebe (Fülle, Reichtum, Segen), aber weiterhin Sein lebenspendendes, aufbauendes und segensreiches WORT:
"Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig!" Die Gesunden bedürfen keines Arztes, aber die es dürstet und die sich nach Liebe und Gemeinschaft und Wärme und Geborgenheit und Lebendigkeit sehnen und die Zuflucht suchen: Die bedürfen der Frohen Botschaft des Auferstandenen. Nicht um GLOIATHGROß zu werden, sondern um davidienend den dienenden Dienst am Nächsten zu erlernen und - sanftmütig wie demütig - ins Bereitsbestehende weiter Werdend hinein zu Wirken.

Wäre es nicht wunderbar, wenn sich das - von den Nazis pervertiert missbrauchte - Größenwahnsinns-Bestreben "des Deutschen Volkes" in ein - im Kleinen (in den Gemeinden, bei den einfachen, bodenständigen Menschen, gemeinsam und inklusiv) Dienen (Gegenteil von Herrenmensch), entwickeln würde? In eine, in Deutschland (im Land der Dichter und Denker) lange schon angebahnte, Hoffnung des Heilwerdens des Menschen und des gesamten Planeten (Garten Eden als bereits einst bestehende und sich wieder entfaltende Zukunftsvision?) "davidienend" im Kleinsten (bottom up!)? Übertragen auf den Flüchtlingsbereich: Gemeinden in Europa als "Inseln", als "Zufluchtsstätten" und "Geburtsstationen" einer friedlichen, heilen und segensreichen Zukunft... Es wird auf jeden von uns ankommen, wie so oft: Auf jeden Einzelnen, und es wird sich zeigen, inwieweit Kreisläufe und Dynamiken neu aufgebrochen und verwandelt Heilwerdung geschehen und ermöglichen werden und welche Spiralen unaufhaltsam abwärts führen. Und doch bleibt: Licht & Wärme. Glaube, Liebe, Hoffnung und das Vertrauen in das Heilsgeschehen Gottes und Seinen Plan, der uns durchwirkt.

DEIN WILLE GESCHEHE!
DEIN WORT WIRKT! JESUS SIEGT!

AMEN!

>> einander dienend aufeinander angewiesen einander dienend aufeinander angewiesen <<
>> einander dienend aufeinander angewiesen einander dienend aufeinander angewiesen <<

Gnadenboden & Gutwerkbaum

Demut heisst: am Boden Liebe üben. Im Alltag. Im Einfachen. In der Bewältigung des Alltäglichen, des Unaufgeregten. Bedeutet auch Buße tun. Buße bedeutet: Umorientierung und Umkehr. Heisst: Sich umwenden - und sich umwenden lassen. Hinein in die Erkenntnis, hinzu auf die Bedeutung des Kreuzes - wo sich alle Schuld und Sünde der Welt hinein manifestiert (hat). Das Kreuz ist sozusagen die "Schlangengrube", der "Schlund Mordors", der Sog des Bösen, die Kraft der schwarzen Löcher, der Sog der dunklen Kräfte, das Schwarz des Nichts, usw. Hierhinein haben sich alle Teufelskreise und Hexenzirkel, alle dunklen, falschen Stimmen und Schlangenworte und Flüche und zerstörerische, depressive, einengende Gedanken, Verhaltensweisen und dämonisch-schwarze Umklammerungen, die sich "wie ein Strudel destruktiver Anbahnungen gebildet hatten" und "im Umlauf gewesen sind", hinein zementiert und alles in sich aufgesogen. Doch das war nicht das Ende, sondern dieses Ende war der Anfang eines Neubeginns. Jesus ist aus dem Dunkel wieder ins Licht gekommen: in neuer Gestalt. Es hat also eine Umwandung stattgefunden und auch hier ist interessant, dass er nur den Menschen erschienen ist, sofern ich mich nicht täusche, zu denen er auch davor schon Beziehungen (!) pflegte und die von IHM berührt worden sind - auf einer Tiefenschicht = Agapeebene.

"Und das Licht scheinet in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht begriffen."
(Joh 1, 5). Durch die Erlösertat von Gottes Sohn Jesus Christus hat sich alle Dunkle Energie - alle ungünstigen Anbahnungen und Entwicklungen - sozusagen voll und ganz auf ihn "eingeschossen" und damit auch all diese unguten, destruktiven, teuflischen Anbahnungen in den Abgrund gerissen und sozusagen verschlungen. Und Jesus ist Gott und Gott ist Der da war und Der da ist und Der da kommt. Heißt: Alles in Allem. In jedem Falle hat sich im Kreuz das Böse auf Gottes WORT (Jesus Christus, WORT im Fleisch) gestürzt. Jesus Christus wurde über den menschlichen Weg vollkommen Gott bzw. er war und ist und wird immer göttlich sein, da er tatsächlich DER SOHN Gottes (und somit auch in GOTT selbst) ist und auch der heilige Geist aus diesem "Dreiklang der ineinander verschränkten Liebe" ausfliesst: Gemeinschaft und Liebe und Gnade und Leben dem Empfangenden in Fülle spendend "Wer Ohren hat zu hören, der höre"! Bedenkenswert ist der Gedanke der Vervollkommnung zu der wir als Christen auf jeden Fall berufen sind. Heisst: Wir sollen zum Haupt hin wachsen (bezieht sich auf Gemeinden wie auch auf den Einzelnen in der Gemeinschaft). Heisst auch: Stelle dein Licht nicht unter den eigenen Scheffel. DU BIST FREI. Deine alte Identität hängt bereits am Kreuz hinter dir, wie ein alter, verschimmelter, abgetragener Mantel. Du hast die neue Identität, dein weißes Gewand bereits vor Augen und wächst in dieses helle" Regenbogen-Feudenkleid" - durch das Gesetzt (Lehren, Zurechtweisungen, Hinweise, Tipps, Gespräche, Anregungen, usw.) - in das Kreuz hinein wachsend und schlussendlich durch diesen Nachvollzug des Leidens Christi hindurch - hinein in diese neue, werksunabhängige Gnadenidentität hinein. Aus der sich dann widerrum, durch das "Anziehen der Gnade" (warmer Mantel der Geborgenheit, eingehüllt und ummantelt von fein gewobener Liebe) die wahrhaftig, nicht aus sich selbst heraus gemachten, sanft und dienend empor wachsenden, sich hingebenden, lebendig-herzensgute (Jesu-)Werke.


Während die Logik des Fleisches und der Welt vielleicht von Jesus als "einem vorbildlichen Menschen" spricht und ihn gleichsetzt mit einem Meister wie Buddah, oder wie Mohammed oder wie Andere, so bekennt und bezeugt der Glaube an Jesus (= die inwendige Verbundenheit mit Jesus und seiner Liebe, die uns durchströmen möchte (aber auch Niemanden zwingt, IHN einzulassen = Jesu/ Gott respektiert den freien Willen des Menschen), dass Jesus auferstanden ist und immer noch lebendig und heilspendend wirkt. Jesus Christus ist weiterhin erspürbar, lebendig in der Begegnung mit dem Transzendenten als ELOHIM, als Gott erfahrbar und möchte Beziehung zu uns. Und so ist es tatsächlich so, dass wir wieder (und immer wieder neu) unsere "Empfangsantennen" auf IHN ausrichten können und dürfen (sofern wir Empfangen wollen = kein Zwang!) und sollen. Denn: Das Gesetz, also das was im alten Testament als "Zuchtmeister" gemeint ist, ist sozusagen ein Lehrer/ eine Lehrerin, welches uns hinführt - hin auf das Kreuz und auf Jesus Christus. Und wenn wir diesen Punkt, diesen Wendepunkt der Geschichte, das Kreuz, in uns erspüren und uns daraufhin ausrichten und uns hin auf diesen Punkt hinführen lassen und selbst ausrichten und "heranziehen" lassen im Nichtmehrwollen und Nichtmehrbegehren und im einfachen Loslassen und Seinlassen und Offenwerden, dann geschieht Jesus durch uns hindurch: Sprich: Die Demut zieht die Gnade an. Und diese Gnade widerrum befreit uns! Sie kommt "wie ein warmer Mantel" und legt sich um uns. Wie eine Geborgenheit. Wie ein warmes, weiches "Walfischbauch-Gebettetsein". Im Nichtmehr-Von-sich-fort-schiessen oder sich Hinfortziehen lassen - von sich Selbst - in diesem alten, bereits vergangenen und doch noch wirkenden "System des Gesetzes" (= des Zuchtmeisters = Widersachers = Widerstandes = Wachstumshelfers im Blick hin aufs Kreuz und fort von Selbstoptimierungszwängen und Versagensängsten und Begehrenswünschen = herausgehoben aus dem was uns nichtig, niederzwingt und eingengend kleinpresst) finden wir in dem Maße zu uns selbst, wie wir über uns Selbst hinaus kommen. Wenn wir also unser eigenes Leben ganz aufgeben und es hingeben und hineinfinden in dieses Loslassen und Empfangen, dann kehrt DAS WORT in uns ein und dann sind wir - als Abschluss dieses Umwandlungs- und Umkehrungs- und Umschmelzungsprozesses - tatsächlich (aufgrund eigener Erfahrungen!): eine neue Kreatur in Jesus Christus - und frei! Amen.

Und auf diesem Gnadenboden, der jenseits des Gesetzes bereits da ist, beginnt der Glaube zu gedeihen und zu wachsen und bringt "gute Früchte" wie ein "Gutwerkbaum" hervor. Die eben nicht mehr aus dem menschlichen Machenwollen heraus gemacht werden müssen (grob: du musst!), sondern die aus und in und durch und mit uns - durch Jesu Liebe in unserem flammenden, neuen "aktiviertem" Herzen - aus diesem herzüberfliessenden Reichtum heraus - aus Gnade - geschehen und wirken und blühen und wachsen und gedeihen und heilen und befreien und wirken und wirken und wirken. Das ist Lebensfülle und blühendes Leben. Sozusagen: Das Leben 3.0!  Und eben nicht Selbstoptimierungswahnsinn und "Ich schaffe es selbst, lass mich" oder "Ich bin zu stolz mit Hilfe zu suchen" oder "Ich mache es aus mir heraus", nein - es ist dieses - nicht immer einfach zu realisierende - Empfangen und Geschehenlassen ohne die Kontrolle behalten zu müssen, sondern vielmehr "Flow" und Loslassen und in dieser demütigen Haltung (die nicht! aus sich selbst heraus aus dem menschlichen Fleisch heraus selbst gemacht werden kann!): Gnade!


Und so bleiben: Glaube Liebe Hoffnung. Und alles führt hinein in diesen tiefen inneren Frieden. In ein inwendiges Schalom. Hier schon erspürbar und erfahrbar und immer raumgreifender werdend, und doch weiterhin noch als Fragment im Ganzwerdend der letzten Vollendung - durch IHN - end-gegen. Weit ausgestreckte, helle, heile, uns kennende, uns liebende, gnadenvolle Hände und Arme warten auf uns! Jesus Christus: ER trägt. ER löst. ER rettet. Lasst uns weiter Liebe und Demut und Sanftmut am Boden üben. Und es nicht weiter selber machen wollen. Ohne Jesus können wir nichts vollbringen. ER ist das A und das O. Das Wirken lebendiger, lebensbefähigender, beziehungsreicher Liebe und Gemeinschaft. Halleluja und Amen.

Thursday, 14 September 2017

Heilung durch Jesu-Worte!

Segensworte. Worte der Gnade. Jesus lebt. Der Stolze wird erniedrigt. Der Hochmütige gedemütigt. Der Demütige: Empfängt - aus Gottes Gnade. Wenn wir im Hintergründigen, in/ bei Gott "angeschlossen"/ angebunden sind, empfangen wir. Wahrlich. Das Evangelium ist da. Gottes Gegenwart ist da. Hier wächst Gottes Reich auf. Es ist bereits da. "Siehst du es denn nicht?" Wir sind Gotteskinder, -töchter, -söhne. Wir haben es nur vergessen, doch tief im Herzen wissen wir darum. Gottes Wort ist das Evangelium. Amen. Gottes Wort heilt. Das Wort ist Jesus. Jesus wirkt in und mit und durch uns. Im Glauben und in Demut werden wir Empfangende und geheilt durch: DAS WORT GOTTES! Jesus Friede sei mit Euch allen. AMEN.
 

Demut zieht die Gnade an!



Demut zieht die Gnade an. Dem Stolzen widersteht Gott. Sage: Ja, ich glaube was Gott mir sagt! Gott erklärt uns in Christus: Heilig. Wenn wir also glauben sind wir heilig. Der Demütige nimmt dieses Wort Gottes an und empfängt Gottes Gnade, die bereits hier ist, in der Gegenwart, im Hier und Jetzt. Und was empfangen wir? Gnade! Gnade ist "die Befähigung Gottes Willen zu tun, damit Gott alle Ehre bekommt. Denn Gott gebührt die Ehre. Die Wahrheit: Du kannst nichts ohne Jesus. Was können wir dann tun? Uns auf Gott verlassen: Gottesvertrauen. Stolz ist: Ich verlass mich auf mich selbst. Christentum ist zu lieben wie Jesus. Vollkommen zu sein wie Gott. Zeichen und Wunder zu tun! All das ist nur möglich, wenn du im Heute, im Hier und Jetzt, deine Gotteskindschaft antrittst. Aus der eigenen Kraft, aus dem Fleisch ist das Lieben wie Jesus nicht möglich. Dem Demütigen in der kindlichen, lernenden Haltung, gibt Gott seine Gnade. Sein Geschenk. Eigene Kraft funktioniert nicht, da aus dem Fleisch. Aber "von oben her sollen wir geboren werden" bzw. "sind wir geboren" im Glauben in der Demut im kindlichen Vertrauen: Wir sind Gottvertrauende wenn wir ihm glauben! AMEN! HALLELUJA! Und wenn wir dieses Nichtmehrselbstmachenwollen loslassen und in Demut Gnadeempfangende werden: Beschenkt Gott uns in Fülle. Denn: Die Demut zieht die Gnade an. Danke Jesus. Du bist DASWORT das wirkt und heilt und löst und rettet und trägt und segnet und wärmt und heilt und füllt und sättigt. Amen. Du willst Beziehung zu uns auf der Herzensebene. Hoffnung Liebe Glauben und durch Demut im Läuterungsweg: Gnade. Wir werden Empfangende. Du bist keine Religion. Du bist der Leib. Wir sind und bleiben in deiner demütigen und sanftmütigen Liebe und werden immer mehr hin zu dir gezogen. Du ziehst uns heran. Du schaust uns an. Du wirbst um unsere Herzen. Drum Sage: Ja, Herr Jesus, sei du mein Gast. Kehre ein in mein Herz und in mein Haus. Kehre ein in unser Haus. Kehre ein in unsere Familien. Du willst und lebendig werden lassen und für das Leben befähigen und du trugst unsere Sünde, damit jeder, der an dich glaubt (!) das Ewige Leben haben. Amen. Darum liebe Leserin und lieber Leser: Spreche diese Worte nach und öffne dich für den der da kommt: Herr Jesus, ich nehme dein Geschenk an für mein Herz, wirke durch mich, ich brauch dich, ich bin abhängig von dir, ich bin ein Heiliger, denn du bist in Gott und wir sind durch dich auch in Gott. Du bist unser Bruder. Wir sind Gottessöhne und Gottestöchter. Nichts kann uns trennen. Bleib in deiner Liebe bei uns und wir bleiben in deiner Liebe bei dir. Du bist Gott. Emmanuel. Jesus. Abba. Ich glaube tief im Glauben und in Demut verwurzelt: Ich in ein Überwinder! In Jesu Namen: AMEN. Der Segen unseres lebendigen Gottes sei mit Euch!

HALLELUJA! JESUS LEBT!

AMEN



auferstehung

HERR 
ich weiss weder ein noch aus 
in die Enge getrieben 
auf mich selbst zurückgeworfen 
ich bin ein einfacher Mensch 
hier stehe ich und muss mir eingestehen: 
ich habe so viel Gegensätze und Widersprüche 
und innere Kämpfe in mir die ich kaum getraue 
mit selbst einzugestehen. Du bist vollkommen 
Du bist ansprechbar Du schenkst Orientierung und führst uns 
an Dich heran: Nachfolgen will ich Dir in Liebe 
und in Deiner Güte wahrhaftig werden ich werde 
Ganz in Fragmenten versteh immer mehr Deinen Händen 
geb ich mich hin  denn Du gürtest und führst den der sich Dir anvertraut 
ich bin verloren und ängstlich 
ich gesteh' es mir ein: Errettung bist Du einzig allein 
meine Seele ermattet doch weiter sie geht 
an Deiner Hand 
an der sie neu aufersteht


ERrettet

dichtragend
  bejaend
  vergebend
  belebend
  haltgebend
  heilspendend
  nieendend





JESUS LEBT HIER UND JETZT IN  ALL
GEGENWÄRTIGER GOTTESGEGENWART!
FACE-TO-FACE-CONNECTION
SALBUNGSVOLLE SEGENSWORTE
JESUS CHRISTUS IST DER ERLÖSER
JESUS UND WIR SIND AUFEINANDER
ANGEWIESENE: EINANDER DIENENDE
ER IST DAS WORT ER IST DER
DER DA IST DER DA WAR UND DER DA KOMMT
UND DAS NIEENDEND UND IMMERWIEDER
WIR KÖNNEN OHNE IHN GAR NICHTS TUN
DAS FLEISCH IST ZU NICHTS NÜTZE
WENN ES AUS SICH SELBST UND
AUS EIGENER ANSTRENGUNG HERAUS
EDEL UND HILFREICH UND GUT SEIN WILL:
EINZIG ALLEIN DURCH DIE JESUVERBINDUNG
DURCH DIE VERWURZELUNG IM
HINTERGRÜNDIGGÖTTLICHEN
FINDEN WIR HINEIN IN

 DAS LEBEN

DER WEG DIE WAHRHEIT UND DAS LEBEN
HALLELUJA UND HOFFNUNG FÜR ALLE
AMEN

Tuesday, 12 September 2017

Sich fest machen an Gott

Glaube ist für mich ein Sich-fest-machen-an-Gott: #ELEMINEND
EL = Elohim. Emin = glauben, vertrauen. End = Ende/ bis ans Ende.
hebr. aman = fest sein. 
hebr. he'emin = glauben vertrauen

Ich glaube an den barmherzigen, gütigen, lebendigen, uns anschauenden und uns persönlich, auf einer Du-zu-Du-Ebene begegnen wollenden Gott. An einen Gott der persönlichen Liebe, der sich uns Menschen - im Leben und Wirken Seines Sohnes Jesus Christus - bis in Tod und Auferstehung hinein offenbart hat und der bis heute wirkt, wo er aufgenommen und wo auf IHN von Herzen vertraut wird. Jesus Christus ist für mich "der Weg, die Wahrheit und das Leben". Diesem Nazarener glaube ich den lebendigen Gott der Liebe und ich vertraue Seinem Wort, welches auf Abba als unser aller Schöpfer setzt und der den Weg in die Versöhnung mit Gott gewiesen hat und weiterhin weist: "Jesus sagt: Folge mir nach! Vertrau dich dem Herrn an und sorge dich nicht um deine Zukunft! Überlasse sie Gott, Er wird es richtig machen.“ Für mich bedeutet dies: Loslassen und abgeben können - in Seine Hand. Der Weg ist nicht geradlinig. Wir stolpern immer mal wieder und kommen ab vom geraden Weg; landen im Straßengraben und benötigen Hilfe und Zurechtweisung um weiter gehen zu können. Ich kenne, wie viele andere Menschen sicher auch, verschiedenste geistige Zustände. Wahnhaft entrückte, depressive, friedliche, freudvolle, traurige, erhöhte, erniedrigte, Gedankenrasen und friedvolle Herzensstille; sprich: Ein großes Spektrum an Gefühls- und Geisteszuständen. Ich hatte nie dieses "eine" Bekehrungserlebnis von heute auf morgen, von dem manche Christinnen und Christen berichten können, sondern bei mir war es vielmehr ein sukzessives Hineinwachsen und Reifen des eigenen, persönlichen Glaubens über viele viele Jahre und Erfahrungen hinweg; darunter auch sehr schmerzliche und uneindeutige, immer verbunden aber mit der Hoffnung, dass alle Menschen errettet werden und dass der barmherzige Gott alle Menschen heimführt und erlöst, weil für mich nur ein allverzeihender, barmherzig sich hingebender Gott ein Gott der Liebe sein kann und es von daher so sein muss, dass Jesus jeden Menschen persönlich anspricht und führt und zu sich heran ziehen möchte, sich zugleich aber auch nicht aufdrängt, da er den freien Willen des Einzelnen respektiert und Er sich dem Suchenden, Fragenden dennoch - durch viele Widerstände und teilw. auch Umwege hindurch - zeigt und sich ihm persönlich in der Begegnung offenbart, sodass der Mensch ihn erkennen und in sich aufnehmen kann.

Ich wollte nie abgedroschene, einfache Antworten, die ich bloß "dogmenfolgsam nachprabbeln" muss, die aber keinen Erfahrungshorizont zur Grundlage haben, und demnach auch oftmals nicht authentisch auf mich wirkten. Wie jeder Mensch wollte und will ich meine eigenen Erfahrungen machen und habe mich folglich auf den Weg gemacht, um die Wahrheit und um Gott zu suchen. Um Frieden zu finden, wahrhaftig selbst und geheilt zu werden. Ich konnte und kann mir Gott, der Barmherzigkeit, Liebe und Geduld als wesentliche Eigenschaften in sich beherbergt und uns Menschen diese Fürsorge - wie ein liebender, sich erbarmender Vater - "angedeihen lässt", nicht als einen Gott der ewigen Verdammnis und ewigen Bestrafung vorstellen, sondern vielmehr als den einen, allumfassenden, barmherzigen Vater, den Jesus im Gleichnis vom verlorenen Sohn darstellt. Als den Uns.Liebenden, Sich - für uns und jeden einzelnen Menschen - immer wieder neu "noch im Verschmachten" hingebenden, mitleidenden und fürsorgenden Vater/Sohn/heiligen Geist. Gott ist wahrhaft treu und Er hält Sein Wort. Und da er sich Selbst in Jesus Christus bis ans Kreuz, in die absolute Ohnmacht und Gewaltlosigkeit hingegeben hat, ist er für mich herrschaftsfreie, beziehungsreiche, bedingungslos liebende Schöpferkraft: Er ist Alpha und Omega, in jedem Mitmenschen - auf einer Agape-/ Herzensebene erfahrbar, aber auch als Miteinander und Füreinander, als Gemeinschaft und beziehungsreiche Einheit in Vielfalt; oder wie man heute ökumenisch so schön sagt: Als "Einheit in versöhnter Verschiedenheit".

Gott als persönlicher, herzulaufender, uns entgegen kommender, sich nach uns sehnender Vater, voller Güte und Gnade: Herz(z)ulaufend und sich Erbarmend - mit weit geöffneten Armen. Wie viel mehr Barmherzigkeit und persönliche Liebe geht von dieser ewigen Quelle aus, als sie je ein "von unten her geborener" Mensch aus Fleisch und Blut erbringen könnte. Und doch sollen wir, jetzt ganz biblisch gesprochen, neu "von oben her geboren werden". Also "von oben her" Neuwerden und vom Geist her geboren werden. Gemeinhin wird die Taufe als diese Mithineinnahme des Menschen in die Gemeinschaft der Glaubenden verstanden: Taufe durch Wasser und Geist. Ich will das nicht ausschließen, mich aber auch nicht in eine theologische Grundsatzdiskussion hineinmanövrieren. Hier gibt es einfach sehr viel verschiedene Auslegungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten, die alle wiederum, von ihrem Standpunkt aus betrachtet, auch wieder ihre Daseinsberechtigung haben (Kindertaufe, Erwachsenentaufe, Konfirmation, Firmung, Bekehrung durch persönliche Erfahrung mit dem Auferstandenen, usw.). Ich sehe mich hier nicht in der Lage zu sagen, was richtig ist, sondern für mich ist und war der Weg hin zum Glauben ein Weg der persönlichen Erfahrung, der inwendigen Läuterung, der Bewahrung und des Behütet- und Gefunden-Werdens.

Darum möchte ich an dieser Stelle von meiner dritten Krisen-/Heilungserfahrung (verkürzt) berichten, in welcher ich gewissermaßen ein "von oben her" neu werden erlebt habe, wenngleich dieses von oben her für mich eng mit der tiefen, inneren Erfahrung einherging. Für mich war es also vielmehr ein innerliches Umgeschmolzenwerden durch persönliche Tiefenbegegnung, Sanftheit aus den weiten des Alls, ein An-mir-geschehen-lassendes Empfangen, das für mich einer Art Befreiung von langem inneren Seelen-Schmerz im Innern meiner Brust gleich kam. Diese Erfahrung habe ich Anfang dieses Jahres im Frühjahr gemacht. Es war mitten im normalen Alltag, ich kann nicht einen exakten Zeitpunkt oder ein Datum nennen. Im Daraufhin gab es eine Abfolge von Ereignissen, die mich auf diese zutiefst persönliche Erfahrung, auf dieses, ich nenne es jetzt mal "Gotteserleben", hingeführt haben, bis dieses ganz plötzlich und unerwartet "an mir geschah"... Die Begegnungen im Vorfeld erscheinen mir im Nachhinein wie "von oben her eingefädelt" und "von langer Hand geplant". Wie wenn alles Davor sich - durch Weitung und Öffnung und sukzessives Sich-An-Gott-wenden und Sein-Antlitz-Suchen - in diese Erfahrung hinein zugespitzt hätte. Ich erkenne in dieser Erfahrung in der nachgehenden Betrachtung tatsächlich ein Davor, ein Hindurch und ein Danach sowie das Dabeisein eines "Darüber-Hinaus"; wie es Monika Renz in Worte bringt.

Es war wie ein unmittelbar und unerwartet herbeikommendes Freiwerden im Inneren. Ein Loslassen von allem äußeren Ballast; von allen Sorgen, Ängsten, Begierden, Machtbestrebungen und letztlich einfach reinstes: Da-Sein, Loslassen und Empfangen. Ein innerlich Festwerden im - von mir aus passiven und nicht mehr vorwärts ziehenden - Da-bleiben und Angeschaut-werden-wollen. Ein geschenktes "eingemittet" werden. Nähe. Unaufdringliche, liebevolle Gemütsberührung. Heilung. Tiefe Erfüllung bis in die Lippen hinein. Wärme in der Brust. Gefühltes göttliches Angeschautwerden. Ich habe kein Gesicht o. Ä. gesehen, sondern nur dieses tiefe Erfülltwerden gespürt. Friede. Ernst. Absolute Stille, die sich in mich "herzhinab" gesenkt hat und die alles erfüllt und inwendig geheilt sowie geweitet/ befreit hat, bis in die Lippen und Zehenspitzen hinein: Am besten trifft es für mich das Wort "Schalom" (Friede, heil und ganz sein). Und später hat sich für mich daraus die Deutung ergeben: Gott ist wahr. Er ist da. Er hat mich inwendig geheilt. Der Himmel hat mich berührt. Die Ewigkeit ist kein religiöses, süß säuselndes Geschwätz alter Männern, sondern sie ist wahr und Jesus Christus ist lebendig und Sein Wort ist wahr und es will sich in uns manifestieren und "herzhernieder" in unseren Herzen einkehren und uns Seinen Frieden, Sein wahrhaftiges Schalom schenken. Es war also wirklich so, als hätte sich Sein Wort in meine Mitte, mein Herzzentrum "eingeschmolzen" und mich befreit. Im Nachhinein kam mir jetzt immer wieder das Bibelwort in dein Sinn: "gehe hin; dein Glaube hat dir geholfen" (Lukas 17:19).

In diesem Sinne ist Glaube für mich ein offener, noch nicht abgeschlossener Prozess, der bereits seit meiner christlichen Taufe angestoßen und eingeleitet wurde und der mich über die Konfirmation, durch die Begleitung meiner Taufpaten, durch Gespräche und Austausch mit so vielen Christinnen und Christen, Freunden und Kritikern, Zweiflern und Skeptikern, Atheisten und Glaubenden, Philosophen, Psychologen, Theologen, und vielen anderen Mitmenschen - in Gesprächen, Reisen und Begegnungen - auch über viele kleine Erfahrungen und viele Hochs, Tiefs, Depressionen und Manien sowie unterschiedlichste Seins- und Geisteszustände, sprich: über meinen gesamten bisherigen Lebensweg hinweg - hin zu dieser "Friedenserfahrung" geführt hat.

Im "Danach" nach dieser einschneidenden Erfahrung fühlte ich mich "golden", "glückselig" und inwendig vollkommen "heil/ ganz"; wie in einem feinen Gewand. Ganz fein und doch nicht geistig entrückt oder Ähnliches, sondern ganz leicht, einfach geliebt und erfüllt und ganz ich selbst und ganz präsent, aber ohne diesen inneren Schmerz in meiner Brust, ganz einfach: Da. Hier. Jetzt. Ganz in einer vollumfänglichen, gegenwärtigen Geistes-/Gottesgegenwart. Und auch meine Sinne: wie verändert. Klareres Sehen. Klareres Hören. Lichtstrahlen wie fein gefächert und näher an mich heran reichend. Vogelgezwitscher klarer, reiner; wie wenn sich das "Wer Ohren hat zu hören, der höre" erfüllt hätte. Jetzt alles viel deutlicher vernehmbar. Anderes Erleben. Wie umgeschmolzen und neu geboren und doch auch weiterhin mit dabei "der Alte", ohne Verlust meiner Identität also, oder ohne Vergessen von Vergangenem; nur viel stärker jetzt in der Gegenwart und ich selbst. Also wahrhaftig innerlich ganzes, geheiltes Selbstsein. Gedankenlos und "kommentarlos an den Dingen". Gesammelte Fülleerfahrung. Schalom! #THULA (Friede; zulu).

Natürlich ist mir bewusst, dass es in unterschiedlichen Religionen und Kulturen unterschiedliche Deutungen dieser Erfahrung geben könnte; vermutlich auch geben würde oder bereits gibt. Darum sage ich das gerne auch noch mal ganz klar: Das war meine eigene persönliche Erfahrung verbunden mit eigenem Erleben und was ich hier schreibe, ist nur meine Deutung jetzt im Nachhinein; ein Versuch das Unsagbare in Worte zu fassen. Die Erfahrung war alltagseingebunden und realitätsnah; kein abgehobenes, der Realität und dem Alltag entzogenes Erleben. Nein. Es war im Arbeitsalltag bei der Autofahrt und ich war noch völlig Herr meiner Sinne. Es war einfach so, als hätte mich Gott voll "getroffen" und besucht und hätte sein Wort in mein Herz eingesenkt: Segen und Friede. Ganz werden. Sprich: Ich hatte nicht in dem Sinne ein "Bekehrungserlebnis" von heute auf morgen. Doch diese Erfahrung hat mich innerlich verändert, wenngleich ich weiterhin kein vollständig neuer Mensch geworden bin und mir deutlichst bewusst ist, dass sich auch diese besondere Erfahrung erst wieder durch Integration und Festigung im Alltag bewähren muss. Für mich hat es aber letztlich dazu geführt, dass ich zu Jesus Christus vertieft hin gefunden habe bzw. Er hin zu mir gefunden hat und folglich sehe ich heute auch Jahre der Krankheit sowie meine drei größeren Krisenerfahrungen, die ich hatte, als persönliche, innerliche Reifungsprozesse mit der letztlichen Hin-Führung - im Alltäglich-Nicht-Abgehoben-Zerstreuten - zu meinem persönlich jetzt vertieften Glauben an Gott als liebenden Vater: Abba! Gott als beziehungsreiches, herzüberfliessendes, sich hingebendes, zu uns herzulaufendes, nach uns "schürfendes" Gegenüber, der in Seiner Hinwendung zutiefst auch auf unser Empfangenwollen und -können angewiesen ist: "Aufeinander angewiesen" sind wir. Endlich die Gewissheit: Gott ist die Wirklichkeit im Hier und Jetzt. Ein Heilung schenken könnender, barmherziger Vater, der uns ruft und möchte, dass wir nach Ihm fragen und suchen und uns auf den Weg hin zu IHM machen. Auf Sein Wort hin.

Für mich sind alle meine bisherigen Gedichtebände sowie im Speziellen der letzte Band "ELEMINEND", welcher im Frühjahr 2019 erscheinen wird, Beschreibung meines persönlichen, eigenen Lebenswegs und meiner Erfahrungen auf meinem Weg hin zu Gott. Ich hatte immer wieder Phasen des tieferen Glaubens und immer wieder auch starke Zweifel und ich denke, dass weiterhin beides dazugehören wird. Aber dieses Hinfinden zu einem tiefen, unumstößlichen Vertrauen, zu einem vollumfänglich erlebten Gehalten-/ Gesehen-/ und Erkanntwerden als Simon, als Mensch, als Person in meiner Unvollkommenheit und Schwäche, war immens prägend. Ich kann die Erfahrung nicht mehr ausreichend in Worte fassen und doch mündet sie in einen tiefen Herzensfrieden, den ich zuvor noch nicht so erfahren durfte. Letztlich sehe und deute ich jede meiner drei Erfahrungen als Schritte hin zum Glauben. Die erste Erfahrung lehrte mir Hoffnung - nach tiefer Depression. Die zweite Erfahrung lehrte mir Liebe - durch Bewahrung in schwärzester Nacht. In der dritten Erfahrung erfuhr ich tiefen, göttlichen Frieden, Heilung von langer Krankheit und Ganzwerden. Das bedeutet für mich nicht Gesundung um jeden Preis, sondern ist für mich vielmehr ein inneres Erleben von Heilsein. Durch diese drei Erfahrungen bin ich auf "Den Weg" gekommen: Über "themba" (Hoffnung), "thanda" (Liebe) und "thula" (Friede) - hin zum Fest- und Eingemittet werden im Glauben an Gott, den Vater, den Sohn und den heiligen Geist.

Dieser vertiefte Glauben, dieses Urvertrauen, dass letztlich alles zum Guten hin (heim) geführt werden wird und Gott Einzelne wie auch ganze Völker durch die lebendige Erfahrung mit IHM formt, führt, leitet, reinigt und erlöst, ist für mich - auf persönlicher Du-Du-Ebene, lebenslanger Prozess, der sich auch in Dürrephasen und in Phasen der Anfechtung und des Zweifels - gerade auch im Alltag - immer wieder neu zeigen und bewahren muss. Dieser Glaube kam nicht von heute auf morgen, sondern ich bin schon lange "mit Gott unterwegs", wenngleich auch hier sich Gottes Wege mir nicht immer gezeigt haben oder zeigen und manches mir rätselhaft bleibt. So war ich viele Jahre auch suchend, fragend, teilweise auch umherirrend und in Furcht erschaudernd, auf der Suche nach Gott. Und dieses Suchen hat letztlich in diese vertiefte Gotteserfahrung hinein geführt und ich hoffe, dass ich die Erfahrung auch über die kommenden Jahre hinweg in meinen gewöhnlichen, bodenständigen Alltag mit hineinnehmen kann als Fundament, welches mich auch weiterhin trägt.

Vom deutschen Rapkünstler Amewu gibt es einen schönen Track, der "Ankunft" heißt und der mich auf einer tiefen Ebene anspricht und mich an dieses unausdrückbare Erfüllt-, Ergriffen-, Angeschaut-, Gesegnet-, und innerlich Heil-Werden erinnert: "Endlich befreit, nach unzähliger Zeit sind die Frequenzen jetzt gleich!" (Amewu)


Ich habe für mich erkannt, dass ein entrücktes, realitäts- und menschenfernes Leben für mich nicht mit meinem Christsein zusammenhängen kann, sondern dass sich die Liebe im Alltag, im Kleinklein, im "Niederen" und teilweise (auf den ersten Blick auch) "Unbedeutend" erscheinenden, zeigt. Sicherlich nicht in der "großen Show" und im "Theater" das wir für unser Ego oder für Andere aufführen, sondern im ganz gewöhnlichen, geerdet unaufgeregtem Leben. Im Umgang mit Frau, Freunden, Kollegen, Geschwistern, Eltern, Nachbarn, usw. Sprich: Im Miteinander! Christsein bedeutet für mich persönlich demnach: Füreinander da sein und das Miteinander stärken, Liebe zu üben, Demut zu lernen und immer wieder: Erdung und Bodenkontakt zu bewahren. Stets im Wissen: Ich bin ein Kind Gottes. Gott liebt mich und ich werde - zuallererst - aus Gnade und Barmherzigkeit voller Geduld und Warmherzigkeit in Liebe angeschaut und aus diesem Zuerst-in-Liebe-Angeschaut-Werden, erwächst mir selbst dann die Kraft und Geduld und Wärme mir und Anderen gegenüber gnädig und barmherzig und geduldig zu sein sowie Lasten und Menschen mit zu tragen.

In diesem Sinne ist Glaube für mich ein Sich-fest-machen-an-Gott: #ELEMINEND


Zum Abschluss wunderbar wahre und warme Worte von meinem ehemaligen Rektor,
Prof. Dr. Reiner Marquard, aus dem großartigen Buch "Vertrauen und Versprechen":

>> Wir wissen, wem wir uns verdanken. Und siehe - so heißt es bei Elia so wunderbar - das Wort des Herrn kam zu ihm (...). Wo dieses Wort des lebendigen Gottes unter uns wohnt als Manna oder in Brot und Wein, da ist unser Lebenshaus nicht auf Sand gebaut, da hat unsere Liebe, unsere Leidenschaft, ihren Platz unter der Hand Gottes. <<