Saturday, 7 October 2017

Wer bin ich (zu werden bestimmt)?

themba (hoffnung)  |  thanda (liebe)  |  thula (friede)


Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

heute, nach 10 Jahren Wortschürferei und Wachsen im Prozess des lebenslangen Dazulernens, Fehlermachens, Scheiterns und Neuaufstehens, gilt es für mich, in ganz besonderer Weise, zurück zu blicken auf das was war, was ist und was womöglich noch kommen wird. Im Jahr 2007 habe ich mit "Auf zu neuen Ufern" mein erstes Gedicht geschrieben. Nun, zehn Jahre später, spüre ich, dass mit meinem letzten Lyrikband "eleminend" ein Lebensabschnitt abgeschlossen ist und mein poetisches Werk und somit auch meine Saat ausgebracht ist. Die sechs Gedichtebände "StigmaVerziert, UnsinniVersum, BallastVerlust, Fragmen(t)sch, Ganzendent und Eleminend" sind mein lyrisches Werk und der Versuch, Lebens- und (mystische) Glaubens-Erfahrungen in der Seele-Geist-Leib-Dynamik ins Wort zu bringen. Anfangs noch undefinierter, zusehends konretisierter auf den christlichen Glauben, an den Dreiklang von Kreuz-Kraft-Krone hin. Ich bin der Auffassung, dass das "Gespräch" zwischen Gott und Mensch in Worten irgendwann an Grenzen kommt, und das unaussprechliche Geheimnis, die Tiefe der Erkenntnis Gottes nicht ausreichend in Worten ausgedrückt werden kann und dennoch sind meine Gedichte ein Versuch, Fragen, Zweifel, Gefundenes und Noch-offenes ins Wort zu bringen. Und doch erfahre ich jetzt, nach all den Wortfindungsversuchen, auch, dass das "Wandeln im Geist", in der "Wärme die die Welt erschuf" (Amewu), letztlich über den Buchstaben und über das Wort hinaus in eine tiefe Sinnlichkeit von Farben und Klängen und in intensive Wahrnehmungen hinein gehen kann und dass Worte, so musste ich für mich einsehen und verstehen: Niemals genug sind um das unaussprechliche Geheimnis unserer Existenz auszudrücken.

#Kommentarlos-an-den-Dingen

Der Glaube (als ein Sich-fest-machen-an-Gott) ist für mich in seiner ganzheitlichen, und auf Jesus Christus als Kern und Kraft im Kreuz hin konkretisiert, sehr wichtig geworden. Nachdem ich seit vielen Jahren innerliche Kämpfe in meinem Herzen und in meiner Seele hatte, wurde ich am Herzen berührt und, wie soll ich sagen, ich empfinde mich inwendig heute als geheilt (ganz, heil). Ja, Jesus Christus und der/die Heilige Geist/in heilt und berührt auch heute noch durch Sein Sich-über-uns-Erbarmen: Gott als barmherziger Vater, tröstend wie eine Mutter.

Meine eigenen, persönlichen, für mich nur schwer in Worte zu fassenden Erfahrungen der letzten Jahre habe ich, in Gedichten verdichtet, in meinem letzten Lyrikband Eleminend fragmentarisch und - so gut es mir möglich wir - versucht auszudrücken. Ohne das letzte Geheimnis antasten oder aussprechen zu können. Sprich: Unvollständig, tastend, suchend, fragend und doch in Hoffnung und Gewissheit - ausgerichtet auf Christus. Undogmatisch und doch profiliert. Bei Interesse können Sie/ könnt Ihr Euch gerne hier Eleminend online im Brot und Kunst Shop bestellen: Eleminend

Illustrationen von: Anna-Katharina Rintelen, Freiburg i. Br.
 Das heisst nicht, dass ich im medizinischen Sinne immer und vollkommen gesund bin. Nein. Wir sind (in dieser Welt) letztlich immer irgendwo zwischen den Polaritäten von gesund und krank unterwegs. Unsere Gesundheit ist brüchig, aber das inwendige Heil-Sein ist umfassender, kern-/herznah. Ich kann gesund sein und doch heilfern und ich kann krank sein und doch heil und ganz im Innern. Heute würde ich sagen, dass ich - trotz erhöhter Höhen und vertiefter Tiefen - inwendig einen Raum und Ort von Frieden und Heil gefunden habe, dass ich nicht selbst erarbeitet oder mir verdient habe, sondern dass mir - aus Gnade und "sich mir in meiner Schwäche erbarmend" - geschenkt wurde. Diesem inneren Frieden, der bei uns und auch in Beziehungen (im Kleinen wie im Großen) brüchig ist, sollen wir nachjagen. "Suche Friede und jage Ihm nach!". Bei Gott ist Liebe und Barmherzigkeit. ER hat sich meiner erbarmt und, wie soll ich sagen: Gnade ist mir geschenkt worden in herznaher Begegnung/ Berührung ("gefunden worden, reich beschenkt") und ich versuche jetzt aus diesem erfahrenen, gnadenvollen sich mir hingeschenkten Erbarmen heraus, auf Hoffnung hin errettet, zu leben.

Früher dachte ich, dass es möglich ist, sich selbst, nur aufgrund eigenes Nachdenkens, Suchens, Überlegens und persönlich-subjektiven Erfahrens seinen "Gott" zusammen "zu schreinern" und einen persönlichen Glauben nur für sich allein im Privaten zu leben, aber inwzischen sage ich klar, dass es die Kirche - als Gemeinschaftsort - für christlich geprägten Glauben braucht: Kirche als konkretisierte, klare Kontur in der Ausdeutung, in der Feier, in der Verkündigung und im Dienst und vor allem: Im lebendigen (Vor-)Leben als "Stückwerks-Weg des christlichen Glaubens" im Hier-und-Heute. Hoffnungsvoll, Christus - und den Menschen nah! #Frohe-Botschaft: Evangelium.

Kirche beinhaltet dabei folgende vier Kategorien: Die Verkündigung und das Bezeugen des Glaubens und des Evangeliums (Martyria), das gemeinsame Singen und Feiern im Gottesdienst (Liturgia), der Dienst am Nächsten als tätige Nächstenliebe (Diakonia/ Caritas) und die Gemeinschaft, der Austausch (auchund gerne kontrovers), der gemeinsame Kaffee, das Sommerfest, der Wandertag (Koinonia).

Doch was ist und was kann Kirche heute im 21. Jahrhundert noch sein?

Auf jeden Fall sollte sie keine reine Dienstleistungskirche sein, sondern ein Ort des gemeinschaftlichen Miteinanders, wo ein "Hoffnungs- und Erlösungsmilieu"  ist. Wo Individualität und Pluralität (einander-dienend-aufeinander-angewiesen) Platz haben und wo (grenzachtend) gut aufeinander geachtet wird (Wertschätzung und einander Zuhören). Wo es aber durchaus auch unterschiedliche Meinungen, Streit und verschiedene Schwerpunktsetzungen geben darf, geben muss und geben soll. Kirche als Ort der Hoffnung in Zeiten von "Terror und Krieg" und einer Welt "brüchigen Friedens" und eines nationalistisch aufgeladenen, brandgefährlich-eindimensionalen (womöglich noch weiter um sich greifenden) Fanatismus.

Ein Ort der Gemeinschaft, des Miteinanders, des "einander dienend - aufeinander Angewiesenseins". Ein Ort von Herz - Hand und Homor. Ein Ort wo wirklich erfahrbar wird, dass du als Mensch bedingungslos akzeptiert bist und dass dein Wert und deine Würde nicht von deiner Leistung, sondern von der Gnade, Liebe und Barmherzigkeit Gottes abhängig sind oder - vielmehr - dadurch grundlegend und fundamental gefestigt sind (Würde).

Höchst problematisch ist kirchliches Gemeindedenken, wenn Bilder gezeichnet werden von einem abgegrenzten "nur wir Christen (unsere Gemeinschaft hier) sind die einzig auserwählten Kinder Gottes" (Reinerhaltung des Glaubens, durch Vernichtung, Diffamierung und Ausgrenzung Andersdenkender; Herabsetzung anderer Menschen durch verurteilendes Bewerten und ein egomanisch-überhöhtes Christ-"klug"-Sein sowie eine fundamental-fanatische Ausschließlichkeit, die nicht den Raum - im Letzten - offen lässt für Andersdenkende: Daraus resultieren: Fanatismus und Fundamentalismus: Sprich: Eine Gefahr, der wir alle immer wieder ausgesetzt sind).

Von dieser fanatischen Ausschließlichkeit her, wird dann immer, wie abgetrennt und in starker Herabsetzung - "die böse, sündige Welt" da draussen (und in manchen Kreisen auch eine Herabsetzung anderer Religionsgemeinschaften oder “nicht leistungswilliger Menschen“) gezeichnet.
Ja, diese Welt ist wirklich und definitiv nicht nur voll mit Menschen, die es gut mit uns meinen. Wir sind in dieser Welt (auch im 21. Jahrhundert) wie "unter Wölfen" und wir müssen definitiv listig und klug sein "wie die Schlangen", aber gleichzeitig ist die Schöpfung auch absolutes Wunder und Geschenk. Und neben uns Christen sind Juden wie auch die Muslime "im Samen Abrahams" mit uns gesegnet! Nur unser Weg als Christen: ist Christus und die Frohe Botschaft des lebendigen, rettenden und uns-liebenden Gottes (aller Menschen)!

Wie schnell und wie brand-gefährlich breitet sich in unser aller Denken (!) Rassismus, Fanatismus und Antisemitismus aus, aber wir (gerade wir als Deutsche) dürfen auch weiterhin nicht vergessen:  

Das Heil kommt aus den Juden!

Trotz offener Fragen, Zweifel und oft nur angedeutet-unvollständigen Antworten, ist dann dann doch im Stillen die sanft-leise Hoffnung auf das Kommende. Wir bleiben gemeinsam: Unterwegs. Nicht als ziellose Vagabunden, sondern pilgernd ausgerichtet auf die zukünftige Stadt, die wir suchen: "Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir." (Hebr 13,14). "Und es sind mancherlei Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirket alles in allem." (1. Kor 12, 6).

Da mein Schreiben hier endet und mein lyrisches Werk mit "Eleminend" abgeschlossen ist, habe ich mich entschieden, alle veröffentlichten Lyrikbände hier zum Download 4free anzubieten:


ER* wirkt - alles in allem: H-ALLE-LU-JA!

*barmherzig umarmend wie ein Vater, liebevoll tröstend wie eine Mutter (sowohl als auch).

Eine überzogen-dogamtisch-begrenzt-verengte und massiven (Du-musst)-Druck erzeugende “Christologie“ kann, so habe ich es erlebt und (gerade in fundamentaleren Kreisen) erfahren, äußerst problematisch sein. Wir brauchen heutzutage keine ausgrenzende Ausschließlichkeit, sondern vor allen Dingen: Begegnung und Dialog (gerade mit Andersdenkenden) als Grundhaltung, aber auch als inwendige Festigkeit, Beharrlichkeit und Klarheit in der eigenen Haltung und -bei uns Christen - in der Ausrichtung auf den Herrn, der uns voran geht und den Weg weist. #Unser-Weg-ist-Christus!


Nach mannigfaltigen Gedanken-konstruktionen und Wortfindungs-versuchen sehne ich mich heute nach langem Suchen auch nach einem lebensnaheren, denkfern-wortkargerem Leben, dass dennoch auf Jesus Christus als Heiland und Erretter hin ausgerichtet bleibt (Kommentarlos an den Dingen: 'Kreuz-Kraft-Krone: ER trägt, löst und rettet! Sprich: Es geht langsam heimwäts). Dass wir erlöst und errettet werden müssen, dass es einen Widersacher und Verderber (Versucher) gibt und dass es im Leben auch darum geht, standhaft - im Glauben - bis ans Ende auszuharren, sind unbequeme Wahrheiten, die aber dennoch zur Verkündigung des Glaubens gehören und die nicht unter den Tisch gefallen lassen werden dürfen!

Nicht wir erlösen und erretten uns aus ehrgeizig-rasant-voran-getrieben-sich-selbst-knechtender Leistung im Vertrauen auf unsere eigene Kraft und Stärke (Selbstvervollkommungs-Ideologie), sondern der Allerbarmer (für uns als Christen: der barmherzige Vater) ist es, der das Heil (sich unser erbarmend wie ein Vater) schenkt, Leben und Kraft spendet, sich erbarmt und uns ins Dasein ruft:

ERrettet: dichtragend, bejahend, vergebend, belebend, haltgebend, heilspendend, nieendend.
Text: Simon Felix Geiger | Grafik & Gestaltung: Adèl Kovacs-Ehret

Meine Worte sind erfahren, erlitten und erlebt, 
darum kann ich sagen: ER löst rettet und trägt


Gnade und Liebe sind: Einfach. 

Wir neigen zur Verkomplizierung und Verkopfung. Seine Gedanken sind nicht unsere Gedanken. Die Wege des Herrn -unergründlich! Und doch wollen wir den Lauf - im Glauben - vollenden. Dazu gilt es, nicht matt zu werden und den Kopf - allen Widerständen und Frustrationen zum Trotz - nicht in den Sand zu stecken. Es gibt Bewährungsproben, Läuterungen, Widerstände, Bedrängnisse, Verfolgungen, irreführende Lehrern, etc. Und darum, ganz klar: Es gilt Auszuharren im Vertrauen: bis ans Ende. Gerade jetzt im Hier und Heute ist es wichtig, dass wir im Herzen - in Christus - fest verwurzelt und eingemittet werden und uns nicht auf uns selbst, unsere Erkenntnis und auf unsere schemenhaften Gedankenkonstruktionen, sondern auf IHN verlassen. "Alle Eure Sorge werft: auf IHN!"(1. Petrusbrief)

Liebe, Hoffnung und Frieden sind, meiner Meinung nach, von der tiefer liegenden Herzenshaltung und Ausrichtung her konträr zu elitär-perfektionistisch-leistungsgetriebenem, uns in letzter Konsequenz knechtendem Selbstoptimierungs-denken (du musst einfach mehr machen, mehr wollen, konsumieren, an dir feilen, dich verändern, anpassen, dich bis zum alleräußersten Maximum hin anstrengen, usw.). Nein, die Kraft aus dem Kreuz entspringt uns grundlegend nicht aufgrund unserer Werke und unserer Leistung, sondern wir werden zuallererst aus der sich erbarmenden Gnade Gottes erlöst und (ausharrend bis ans Ende) errettet (siehe Römerbrief) - auf Hoffnung hin. #themba-thanda-thula #Gnade #Geschenk #Christus-ist-der-Heiland #keine-Gnosis #kein-Pelagianismus #der-Weg-ist-Christus


Jesus Christus ist damit für den der es ergreift, erkennt, bejaht und bezeugt: Der Weg. Die Wahrheit. Das Leben. In IHM wird Gott für uns erkennbar: ER ist die Wurzel Davids und der helle Morgenstern.


Der barmherzige und gnädige Gott
 ist da - für dich.

Big Love!

Der Silberstreif am Horizont, 

das Licht das Finsternisse bricht. 

HALLELUJA!





Und wenn, wie bei Bonhoeffer, einsames Fragen uns noch umtreibt und wir nicht mehr wissen wer wir sind: Gott weiss es. Er vollendet uns in unserem Suchen und Fragen und Nicht-mehr-können. IHM düren wir alles anvertrauen und abgeben. All unser Scheitern, unsere Schwächen und auch den letzten Zweifel. Amen.


Mit diesem 250sten Blog-Eintrag und nach 10 Jahren "Dichter- und Poet"-Sein verabschiede ich mich für einige Zeit von diesem Blog, der jetzt für sich steht und offen ist gelesen zu werden. Meine Saat ist ausgebracht. Ich gehe ins Empfangen - am Boden. Wortkarg. Kommentarlos an den Dingen: Worte sind niemals genug um Gnade und Liebe auszudrücken: Halleluja!

Eleminend erscheint am 19. Februar 2019.
Bestellungen sind möglich unter: simon.geiger [at] yahoo.de  Bis dahin: Seid behütet auf Eurem Weg. Beschützt vor allem was Euch zu bedrängen versucht und gewiss, dass die Gnade des treuen, lebendigen und liebenden Retter-Gottes aller Menschen nimmermehr endet.

Denn die Liebe hört nimmer mehr auf, sondern wirkt - immer fort.





TRUE FRIENDSHIP & BIG LOVE,

Euer und Ihr,

Simon Felix Geiger                                                               Feiburg im Breisgau, 7. Oktober 2017

Monday, 2 October 2017

Gemächlich auf dem Weg nach Haus...


Wir sind bereits: Überwinder! #In-die-Weite

Hoffnung - Liebe - Frieden


themba thanda thula
Gnade und Barmherzigkeit

verwurzelt verankert verbunden versöhnt
durch den Blick Seiner Gnade barmherzig gekrönt

Ausharren: bis ans Ende



Weite

schweigend
in die Weite blicken
nur Da-sein: ist genug
was bislang geleistet wurde
war sehr viel und gut!

gesät, gepflanzt und ausgestreut
viel von uns selbst gegeben
sich ausruh'n und empfangen
auch das ist Teil vom Leben

ernten und einfahren
annehmen und Genuss
wo wir gemeinsam tätig waren
entsteht uns Überfluss

im Hier und Jetzt und Heute
im Morgen und wir sehn
wir sind noch weiter werdend
hin-wachsend im Vergeh'n

wir stehen da mit Händen
empfangsbereit und leer
und hoffen: wo wir enden
wirkt einer weiter der

unser Werk vollendet
und unser Tun beschenkt
heut unsre Nöte wendet
uns zur Vollendung drängt

bis dahin gehen wir voran
gemächlich Schritt für Schritt
ein Jeder bringt ein was er kann
und zieht den Andern mit

einer langsam einer schnell
manch einer prescht nach vorn
hoch und runter dunkel hell
wir sammeln Korn um Korn

immer wieder weiter
die Zukunft - suchen wir
das Frühjahr blüht uns heiter
wir sind: Jetzt Heute Hier

schweigend
in die Weite blicken
nur Da-sein: ist genug
was bislang geleistet wurde
war sehr viel und gut!


Sunday, 24 September 2017

Eleminend

Liebe Freundinnen und Freunde,

mein letzter Lyrikband Eleminend ist erschienen. Bei Interesse können Sie/ könnt Ihr
Euch gerne hier Eleminend online im Brot und Kunst Shop bestellen:  

Eleminend (Brot und Kunst Verlag, 2019).

Damit schließt sich ein langer und sehr anstrengender Schaffenszyklus für mich.
Die beiden Trilogien RundumVerwirklicht und RelatioValenz finden Ihren Abschluss
und ich fokussiere mich in den kommenden Jahren auf meine kleine Familie.

Der Blog ist im Abschluss. Ich sage Danke und wünsche Euch alles Gute
und Gottes Segen, Seinen Schutz, Sein Heil und vor allem: BIG LOVE!

Alle veröffentlichten Lyrik-Bände gibt es zudem hier als pdf: 4Free.

Mit herzlichem Gruß,

Euer und Ihr

Simon Felix Geiger

Der barmherzige Vater als Hoffnung der Menschheit

Die Ermangelung barmherziger Vaterfiguren über die zurückliegenden Jahrtausende, von M ännern, die ihr Mannsein nicht herrschaftlich überlegen, sondern liebevoll, sanft und zärtlich -i n Schwäche wie Stärke - kraftvoll leben konnten, (weil die Zeit womöglich noch nicht reif war und noch der "überlegen-despotische Krieger/ Herrscher" & Patriarch gefragt war) kommt womöglich auch in der tief verwurzelten Sehnsucht nach einem "barmherzigen Vater" im Himmel zum Ausdruck. Der Wunsch und die Sehnsucht nach einem gütigen, sanft gnädigen,verzeihenden, liebevollen, gutmütig-zärtlichen und gerechten Vater findet in der Hoffnung auf den "guten Vater im Himmel" ihre Entsprechung.


Wir als Christen bekennen und glauben, im Sinne von: vertrauen, auf diesen barmherzig-gütigen Vater (tröstend wie eine Mutter), dem wir diese (oben genannten) Eigenschaften zu recht zuschreiben. Inwieweit allerdings im Laufe der Zeit patriarchale Denkmuster in diese Überlegungen mit eingeflossen sind, müssen Experten aus Theologie, Philosophie, Geschichte usw. klären (vermutlich gibt es diesbezüglich auch schon mehr als genug Forschung...). 

In meinem Gedicht "trauertrümmer" (aus: Eleminend) spreche ich darum ganz bewusst von "Vater Mutter Tochter Sohn" sowie von einem "beziehungsreichen Liebesstrom", da das - für mich - vielmehr den Kern der biblischen Botschaft (nicht im wortwörtlich verstandenen Sinn) trifft.

Die christliche Rede von "Vater Sohn und heiliger Geist" (und bei den Katholiken die Mithineinnahme von Maria als Mutter Gottes) schreibt diesem liebevollen Gott vor allem eines zu: Beziehungsfähigkeit.

Sprich: Die Fähigkeit Beziehungen einzugehen sowie die Kompetenz, in und mit diesen Beziehungen in Hoffnung, Liebe und Glaube zu wachsen! Die (westliche) Welt und "der weltlich orientierte" (natürliche) Mensch (gibt es den?) kennen heutzutage oft vor allem: Isolation, kurzfristige “Beziehungen“, Facebook (statt Face-to-Face), Unfähigkeit sich (auf Grundlage von Vertrauen und Versprechen) auf Dauer an eine Partnerin/ Partner zu binden, etc. Diese "eklatante Beziehungslosigkeit unserer Zeit“ (v.a. "im Westen") steht im krassen Widerspruch zum Leben schenkenden, Beziehungen fördernden, herzüberströmenden Gott:  

Elohim! Der lebendige Gott!

Das kann also womöglich unser Orientierungspunkt sein in allen Irren und Wirren dieser Zeit: Wo die Beziehungs-fähigkeit, das Zusammenleben, das gemeinsam in Freud wie Leid (!) Zeit verbringen, gedeiht, da ist Gott, da ist Jesus mit und unter uns. Wo Streit und Zank und Eigennutz herrschen und jede und jeder zum eigenen Herrscher und Kämpfer im "aufeinander einkeulen" wird (nur Egoismus und auf sich und seinen Vorteil schauen) da stinkt es bis zum Himmel! 

Doch auch da gilt: Gottes Wege sind so weit über unserem Denken und Verhalten und Sprechen und somit ist auch Gottes Gnade viel umfassender und weiter reichend, als wir sie uns je vorstellen könnten. Wir sind: Menschen. Und wir können - wieder einmal - umkehren & zurück: auf DEN WEG DIE WAHRHEIT und immer neu hinein in DAS LEBEN! 

H-ALLE-LU-JA! Amen

Wednesday, 20 September 2017

Fundamentales Neu-Mensch-Sein!

Christsein bedeutet für mich nicht mehr und nicht weniger als: Fundamentales Neu-Mensch-Sein in und durch und dank und ab dann mit: Jesus Christus. Nach dem Umkehr- und Umwandlungsprozess - durch eigene Erfahrung - im Inneren - angeschaut worden zu sein von IHM führt näher hin an das eigene wahre innere Selbst, an die eigene Seele, das eigene Herz, das eigene Gefühlserleben, die eigene Subjektivität. Ist aber auch höchster Drahtseilakt, Wandel zwischen Schatten und Licht, zwischen Engeln und Dämonen doch stetig wachsend in der Gewissheit: Das Kreuz ist hinter uns! Liegt hinter uns. Der sündige, alte, vergangene Mensch wurde durch uns hindurch zurück ans Kreuz geschlagen. Der Auferstandene steht vor uns mit weit ausgebreiteten, herrlich weißen, weiten Händen. Wir fallen nieder. Das Licht zu stark. ER löst. ER trägt. ER rettet. Kniefall. König: Du warst. Du bist. Du wirst kommen und sein. Jesus siegt. Amen.

Diese "Spiegelempfängnis" im Innersten und Tiefsten; dieses "Angeschaut-werden" und sozusagen "durchstoßen" werden (alter Mensch wird zerschossen und ans Kreuz genagelt) und umgeschmolzen Neuwerden ist ein Prozess der sich sehr individuell, personenabhängig jeweils anders zeigt. Es gibt so viel Wege wie Sandkörner am Meer. Und doch: Jede/r ist dazu aufgefordert und gerufen die spannendste Reise: zu sich Selbst und dadurch zu Seiner wahren inneren Natur anzutreten. Das ist freiwillig. Und birgt Gefahren. Doch bringt auch große Gnade und Reichtümer. Die Religion, das uns knechten wollende Gesetz (Du musst, Du sollst, tu das nicht und dies nicht = diskursive und endlose Rum-Denk-Prozesse = Scheisse + bringt nichts) macht unfrei (!) und versklavt. Es macht zu Knechten. Aber wir sollen uns eben nicht mehr länger "knechten" lassen und in Unfreiheit und Furcht verharren, sondern: Mutig als Kinder voran schreiten im Hier und Jetzt und ausgerichtet auf Christus ("alle Sorge werft auf IHN!") heimwärts gehen. Denn hier haben wir kein bleibendes Haus und keine bleibende Stadt. Nein. Die zukünftige Bleibe und Stadt und Heimat - die suchen wir. Wir sind frei durch Jesus Christus und doch unterwegs: Ja. Jesus Christus ist sanfte, demütige Liebe und es ist wahr: ERrettet: dichtragend, bejahend, vergebend, belebend, haltgebend, heilspenden, nieendend.

Wir müssen auf keinen Anderen mehr warten. ER war da und ist da und wird da sein. Amen.

Tuesday, 19 September 2017

Trilogie: RelatioValenz

>> Fragmen(t)sch - Ganzendent - Eleminend <<



Eleminend erscheint am: 19. Februar 2019

Monday, 18 September 2017

Gotteskindschaft antreten!

Trete jetzt und hier deine, dir bereits auf deine Brust hin gebahnte Gotteskindschaft an und empfange absichtslos im Gebet und im Glauben die Gnade des Heiligen Geistes, der DASWORT (also Jesus Christus) in dich eingibt. Wie ein flammendes Herz voller Liebe und Kraft leuchtet es! Amen. So wirst du vom alten Fleischmensch zur neuen Kreatur in Jesu Christus. ERrettet. Amen.

Jesus sagt “Fürchte dich nicht!“ “Komm zu mir“ "Sorgt Euch um nichts" “ich will in dir mein Gemach nehmen und durch dein Herz und dein Lieben in dir und durch dich in diese Welt hinein wirken und dich aus deinem inneren Eingekekerkertsein befreien“ “siehe: Ich mache alles neu“. Deine Schuld ist vergangen, dein Abgetrenntsein von mir hängt hinter dir am Kreuz. Das Verderben ist: besiegt. Du bist erlöst und errettet - auf Hoffnung hin. Dein Glaube hat dich frei gemacht. Halleluja, Gelobt sei unser HERR Jesus Christus. SEIN Heil und SEIN Reich komme.

Menschenlogik-Fleischkreislauf
Opfer werden Täter brauchen Retter
brauchen Opfer werden Täter Drama
Dreieck: Todesspiralen ins Nichts.
Darum ganz klar und zweifels-ohne:

Jesus Christus rettet!

themba thanda thula

> ERrettet <

dichtragend
bejaend
vergebend
belebend
haltgebend
heilspendend
>> nieendend <<

Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig!

Starker Goliath-Ego-Größen-Wahnsinn des Sich-Über-Andere-Erhebens ("hohoho, schaut her wie toll und groß und schön und reich und stark ich bin, ich schaffe alles selbst aus mir heraus, hahaha, keiner kommt mir gleich, babäm, ich bin kraftvoll und mächtig und über alle erhaben, macht macht immer mehr macht, gebt mir alles, her damit, ich knechte sie alle und mache mir die Welt untertan!") führten bereits in zwei bzw., den aktuell wütenden Dritten hinzu zählend, drei Weltkriege.

Entfesselte (!) Macht-, Gier- und Angst-Prägungen (Angst vor dem minderwertig (zu wenig)/ überwertig (zu viel) Sein) und sich daraus heraus (tragischerweise) entwickelt haben müssende Anbahnungen - in gefährliche, tödlich und vernichtend wirkende Richtungen (kurzum: ins Verderben!) - haben die Welt (wie ein Krebsgeschwür) infiziert und befallen. In diese Entwicklungen hinein spricht der lebendige Gott der bedingungslosen, lebenreichwerdenlassenden Liebe (Fülle, Reichtum, Segen), aber weiterhin Sein lebenspendendes, aufbauendes und segensreiches WORT:
"Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig!" Die Gesunden bedürfen keines Arztes, aber die es dürstet und die sich nach Liebe und Gemeinschaft und Wärme und Geborgenheit und Lebendigkeit sehnen und die Zuflucht suchen: Die bedürfen der Frohen Botschaft des Auferstandenen. Nicht um GLOIATHGROß zu werden, sondern um davidienend den dienenden Dienst am Nächsten zu erlernen und - sanftmütig wie demütig - ins Bereitsbestehende weiter Werdend hinein zu Wirken.

Wäre es nicht wunderbar, wenn sich das - von den Nazis pervertiert missbrauchte - Größenwahnsinns-Bestreben "des Deutschen Volkes" in ein - im Kleinen (in den Gemeinden, bei den einfachen, bodenständigen Menschen, gemeinsam und inklusiv) Dienen (Gegenteil von Herrenmensch), entwickeln würde? In eine, in Deutschland (im Land der Dichter und Denker) lange schon angebahnte, Hoffnung des Heilwerdens des Menschen und des gesamten Planeten (Garten Eden als bereits einst bestehende und sich wieder entfaltende Zukunftsvision?) "davidienend" im Kleinsten (bottom up!)? Übertragen auf den Flüchtlingsbereich: Gemeinden in Europa als "Inseln", als "Zufluchtsstätten" und "Geburtsstationen" einer friedlichen, heilen und segensreichen Zukunft... Es wird auf jeden von uns ankommen, wie so oft: Auf jeden Einzelnen, und es wird sich zeigen, inwieweit Kreisläufe und Dynamiken neu aufgebrochen und verwandelt Heilwerdung geschehen und ermöglichen werden und welche Spiralen unaufhaltsam abwärts führen. Und doch bleibt: Licht & Wärme. Glaube, Liebe, Hoffnung und das Vertrauen in das Heilsgeschehen Gottes und Seinen Plan, der uns durchwirkt.

DEIN WILLE GESCHEHE!
DEIN WORT WIRKT! JESUS SIEGT!

AMEN!

>> einander dienend aufeinander angewiesen einander dienend aufeinander angewiesen <<
>> einander dienend aufeinander angewiesen einander dienend aufeinander angewiesen <<

Gnadenboden & Gutwerkbaum

Demut heisst: am Boden Liebe üben. Im Alltag. Im Einfachen. In der Bewältigung des Alltäglichen, des Unaufgeregten. Bedeutet auch Buße tun. Buße bedeutet: Umorientierung und Umkehr. Heisst: Sich umwenden - und sich umwenden lassen. Hinein in die Erkenntnis, hinzu auf die Bedeutung des Kreuzes - wo sich alle Schuld und Sünde der Welt hinein manifestiert (hat). Das Kreuz ist sozusagen die "Schlangengrube", der "Schlund Mordors", der Sog des Bösen, die Kraft der schwarzen Löcher, der Sog der dunklen Kräfte, das Schwarz des Nichts, usw. Hierhinein haben sich alle Teufelskreise und Hexenzirkel, alle dunklen, falschen Stimmen und Schlangenworte und Flüche und zerstörerische, depressive, einengende Gedanken, Verhaltensweisen und dämonisch-schwarze Umklammerungen, die sich "wie ein Strudel destruktiver Anbahnungen gebildet hatten" und "im Umlauf gewesen sind", hinein zementiert und alles in sich aufgesogen. Doch das war nicht das Ende, sondern dieses Ende war der Anfang eines Neubeginns. Jesus ist aus dem Dunkel wieder ins Licht gekommen: in neuer Gestalt. Es hat also eine Umwandung stattgefunden und auch hier ist interessant, dass er nur den Menschen erschienen ist, sofern ich mich nicht täusche, zu denen er auch davor schon Beziehungen (!) pflegte und die von IHM berührt worden sind - auf einer Tiefenschicht = Agapeebene.

"Und das Licht scheinet in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht begriffen."
(Joh 1, 5). Durch die Erlösertat von Gottes Sohn Jesus Christus hat sich alle Dunkle Energie - alle ungünstigen Anbahnungen und Entwicklungen - sozusagen voll und ganz auf ihn "eingeschossen" und damit auch all diese unguten, destruktiven, teuflischen Anbahnungen in den Abgrund gerissen und sozusagen verschlungen. Und Jesus ist Gott und Gott ist Der da war und Der da ist und Der da kommt. Heißt: Alles in Allem. In jedem Falle hat sich im Kreuz das Böse auf Gottes WORT (Jesus Christus, WORT im Fleisch) gestürzt. Jesus Christus wurde über den menschlichen Weg vollkommen Gott bzw. er war und ist und wird immer göttlich sein, da er tatsächlich DER SOHN Gottes (und somit auch in GOTT selbst) ist und auch der heilige Geist aus diesem "Dreiklang der ineinander verschränkten Liebe" ausfliesst: Gemeinschaft und Liebe und Gnade und Leben dem Empfangenden in Fülle spendend "Wer Ohren hat zu hören, der höre"! Bedenkenswert ist der Gedanke der Vervollkommnung zu der wir als Christen auf jeden Fall berufen sind. Heisst: Wir sollen zum Haupt hin wachsen (bezieht sich auf Gemeinden wie auch auf den Einzelnen in der Gemeinschaft). Heisst auch: Stelle dein Licht nicht unter den eigenen Scheffel. DU BIST FREI. Deine alte Identität hängt bereits am Kreuz hinter dir, wie ein alter, verschimmelter, abgetragener Mantel. Du hast die neue Identität, dein weißes Gewand bereits vor Augen und wächst in dieses helle" Regenbogen-Feudenkleid" - durch das Gesetzt (Lehren, Zurechtweisungen, Hinweise, Tipps, Gespräche, Anregungen, usw.) - in das Kreuz hinein wachsend und schlussendlich durch diesen Nachvollzug des Leidens Christi hindurch - hinein in diese neue, werksunabhängige Gnadenidentität hinein. Aus der sich dann widerrum, durch das "Anziehen der Gnade" (warmer Mantel der Geborgenheit, eingehüllt und ummantelt von fein gewobener Liebe) die wahrhaftig, nicht aus sich selbst heraus gemachten, sanft und dienend empor wachsenden, sich hingebenden, lebendig-herzensgute (Jesu-)Werke.


Während die Logik des Fleisches und der Welt vielleicht von Jesus als "einem vorbildlichen Menschen" spricht und ihn gleichsetzt mit einem Meister wie Buddah, oder wie Mohammed oder wie Andere, so bekennt und bezeugt der Glaube an Jesus (= die inwendige Verbundenheit mit Jesus und seiner Liebe, die uns durchströmen möchte (aber auch Niemanden zwingt, IHN einzulassen = Jesu/ Gott respektiert den freien Willen des Menschen), dass Jesus auferstanden ist und immer noch lebendig und heilspendend wirkt. Jesus Christus ist weiterhin erspürbar, lebendig in der Begegnung mit dem Transzendenten als ELOHIM, als Gott erfahrbar und möchte Beziehung zu uns. Und so ist es tatsächlich so, dass wir wieder (und immer wieder neu) unsere "Empfangsantennen" auf IHN ausrichten können und dürfen (sofern wir Empfangen wollen = kein Zwang!) und sollen. Denn: Das Gesetz, also das was im alten Testament als "Zuchtmeister" gemeint ist, ist sozusagen ein Lehrer/ eine Lehrerin, welches uns hinführt - hin auf das Kreuz und auf Jesus Christus. Und wenn wir diesen Punkt, diesen Wendepunkt der Geschichte, das Kreuz, in uns erspüren und uns daraufhin ausrichten und uns hin auf diesen Punkt hinführen lassen und selbst ausrichten und "heranziehen" lassen im Nichtmehrwollen und Nichtmehrbegehren und im einfachen Loslassen und Seinlassen und Offenwerden, dann geschieht Jesus durch uns hindurch: Sprich: Die Demut zieht die Gnade an. Und diese Gnade widerrum befreit uns! Sie kommt "wie ein warmer Mantel" und legt sich um uns. Wie eine Geborgenheit. Wie ein warmes, weiches "Walfischbauch-Gebettetsein". Im Nichtmehr-Von-sich-fort-schiessen oder sich Hinfortziehen lassen - von sich Selbst - in diesem alten, bereits vergangenen und doch noch wirkenden "System des Gesetzes" (= des Zuchtmeisters = Widersachers = Widerstandes = Wachstumshelfers im Blick hin aufs Kreuz und fort von Selbstoptimierungszwängen und Versagensängsten und Begehrenswünschen = herausgehoben aus dem was uns nichtig, niederzwingt und eingengend kleinpresst) finden wir in dem Maße zu uns selbst, wie wir über uns Selbst hinaus kommen. Wenn wir also unser eigenes Leben ganz aufgeben und es hingeben und hineinfinden in dieses Loslassen und Empfangen, dann kehrt DAS WORT in uns ein und dann sind wir - als Abschluss dieses Umwandlungs- und Umkehrungs- und Umschmelzungsprozesses - tatsächlich (aufgrund eigener Erfahrungen!): eine neue Kreatur in Jesus Christus - und frei! Amen.

Und auf diesem Gnadenboden, der jenseits des Gesetzes bereits da ist, beginnt der Glaube zu gedeihen und zu wachsen und bringt "gute Früchte" wie ein "Gutwerkbaum" hervor. Die eben nicht mehr aus dem menschlichen Machenwollen heraus gemacht werden müssen (grob: du musst!), sondern die aus und in und durch und mit uns - durch Jesu Liebe in unserem flammenden, neuen "aktiviertem" Herzen - aus diesem herzüberfliessenden Reichtum heraus - aus Gnade - geschehen und wirken und blühen und wachsen und gedeihen und heilen und befreien und wirken und wirken und wirken. Das ist Lebensfülle und blühendes Leben. Sozusagen: Das Leben 3.0!  Und eben nicht Selbstoptimierungswahnsinn und "Ich schaffe es selbst, lass mich" oder "Ich bin zu stolz mit Hilfe zu suchen" oder "Ich mache es aus mir heraus", nein - es ist dieses - nicht immer einfach zu realisierende - Empfangen und Geschehenlassen ohne die Kontrolle behalten zu müssen, sondern vielmehr "Flow" und Loslassen und in dieser demütigen Haltung (die nicht! aus sich selbst heraus aus dem menschlichen Fleisch heraus selbst gemacht werden kann!): Gnade!


Und so bleiben: Glaube Liebe Hoffnung. Und alles führt hinein in diesen tiefen inneren Frieden. In ein inwendiges Schalom. Hier schon erspürbar und erfahrbar und immer raumgreifender werdend, und doch weiterhin noch als Fragment im Ganzwerdend der letzten Vollendung - durch IHN - end-gegen. Weit ausgestreckte, helle, heile, uns kennende, uns liebende, gnadenvolle Hände und Arme warten auf uns! Jesus Christus: ER trägt. ER löst. ER rettet. Lasst uns weiter Liebe und Demut und Sanftmut am Boden üben. Und es nicht weiter selber machen wollen. Ohne Jesus können wir nichts vollbringen. ER ist das A und das O. Das Wirken lebendiger, lebensbefähigender, beziehungsreicher Liebe und Gemeinschaft. Halleluja und Amen.