Saturday, 7 October 2017

Wer bin ich (zu werden bestimmt)?

Liebe Freundinnen und Freunde,
Liebe Menschenbrüder und -schwestern,
Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

heute, nach 10 Jahren Wortschürferei und Wachsen im Prozess des lebenslangen Dazulernens, Fehlermachens, Scheiterns und Neuaufstehens, gilt es für mich, in ganz besonderer Weise, zurück zu blicken auf das was war, was ist und was womöglich noch kommen wird. Im Jahr 2007 habe ich mit "Auf zu neuen Ufern" mein erstes Gedicht geschrieben. Damals im Rahmen eines Vorbereitungsseminars für mein Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland (Südafrika) und im damals irrtümlichen, selbstwertverminderten Denken "ich bin nichts Wert, ich kann Nichts, ich schaffe das alles nicht". Damals zog, aufgrund meines Wunsches "besonders zu sein, herauszustechen und etwas Großes zu vollbringen" und einer daraus reslutierenden Überforderung depressives Gedankengut bedrängend von Außen in mich, besser gesagt: in mein Denken und damit auch in mein Verhalten ein. Es ist wichtig, dass wir lernen und erkennen, dass diese Gedanken und daraus resultierende Handlungen/ Taten, und Worte, nicht unsere sind, sondern von der Lüge her kommend uns bedrängende "falsche, fein flüsternde Stimmen" sind, die solange fehlgeleitet mit und bei uns bleiben, bis wir sie als falsch erkennen und und als verlogen-falsche Minderwertigkeitslüge entlarven:
Wir sind gewiss im Glauben an Jesus Christus, dass wir Gottes Töchter und Söhne sind.

Wir werden bedrängt in dieser Welt, das gilt es nicht schön zu reden, doch durch Furcht in den Glauben gekommen, erkennen wir Gott als Wirklichkeit an und lernen auf Sein Wort hin peu á peu mehr zu vertrauen: ER hat gute Wege für uns im Sinn und Liebe in Fülle! Amen. Jesuanische Spiritualität fordert uns (aus unserem eigenen Sumpf) heraus und fördert: Selbstwerdung. Jedoch nicht "aus sich selbst heraus" (im immer noch Mehr machen und an sich aus sich selbst heraus "verbessern"), wie elitäres Selbstoptimierungsdenken (du musst einfach mehr machen, mehr wollen, konsumieren, an dir feilen, dich verändern, anpassen, usw.) uns heutzutage einreden will, sondern aus der allerreinsten, sich - für uns - hingebenden, immer wieder, täglich neu schenkenden Herzensliebe (uns-hinzu-gesandt = der barmherzige Vater, mit Sohn bis zur vollkommenen, selbstüberfliessenden Hingabe am Kreuz sowie den heiligen Geist), die uns sukzessive - in warmer Liebe (it's just love!) - quasi vielmehr "von unten wie von oben her" in die ganze Wahrheit, durch Glaube Liebe und Hoffnung schließlich in die Freiheit und in den Frieden des lebendigen, liebevoll-gütig-barmherzigen Gottes (aller Menschen!) führt. Wir müssen und wir können das Ganze nicht überblicken. Wir sind immer nur Mensch. Fragment. Irgendwo im Ganz- und Heilwerdungsprozess. Aber auch Zerbrochene und Gescheiterte. Und doch von Gott geliebte Kinder. Auch im Scheitern gilt Gottes Zusage und Seine Treue - bis ans Äußerste. Wir können nicht Herausfallen. Niemand geht verloren. Wir haben Angst vorm Zuviel, vorm Zuwenig, sind wie Blätter im Wind, irren wie Schafe umher, doch Gott ist ein Gott, der sammelt und wieder und wieder, immer wieder neu, zusammenführt und uns, die auf ihn schauend vertrauen, die Treue hält. Halleluja. H-Alle-lu-Ja!


Was mich damals, in und nach Südafrika, nach 9 Monaten FSJ in der Ferne, depressiv gemacht hat, war mitunter der zu hohe Selbstanspruch, und damit einhergehend, die Unfähigkeit Schwäche einzugestehen und sich auch als schwach vor Anderen zu zeigen. Das hatte ich schon als Kind. Das ist in mir angelegt. Was soll ich tun? Es gehört zu mir. Ein hoher Selbstanspruch bringt auch viel Gutes hervor und zieht empor sowie voran und doch auch oft zu schnell und zu viel weg vom Hier und Jetzt. Rückblickend erinnere mich noch, wie ich als Kind beim Skifahren hingefallen bin und schreiend auf den Boden einschlug, weil ich mir vorgenommen hatte, dass ich nicht hinfallen werde und dann doch hingefallen bin. Meine Eltern machten sich Sorgen, weil ich wie am Spieß geschrieen habe, doch ich habe nur geschrieen, weil ich meine eklatanten Selbstansprüche nicht erreichen konnte. Dies galt und gilt es für mich in diesem Leben zu lernen: Weniger ist mehr. Und ich darf Hilfe annehmen, ich darf es nicht schaffen, ich kann es gar nicht selbst schaffen, ich werde es - dank der Liebe eines Anderen (der die Welt bereits - aus Liebe - überwunden hat) schaffen, weil er es bereits geschafft hat und der Weg somit bereits für mich und für uns Alle: gebahnt ist. Halleluja. Jesus ist damit für den der es ergreift, erkennt, bejaht und bezeugt: Der Weg. Die Wahrheit. Das Leben. Jesus ist die Kraft der flammenden Liebe, die nicht voll und ganz in den herrschaftlichen und machtvollen Übermenschen dieser Welt mächtig ist, (doch auch da wirkt Jesu), sondern vielmehr und vor allen Anderen: in den Schwachen! Du kannst es immer wieder versuchen, aber das Leben ist so angelegt, dass du es nicht selbst schaffen kannst. Das Leben ist so viel mehr Empfangen (von Anderen) als Selbst machen, oder nicht? Von klein an empfangen wir, werden wir gewickelt, werden wir großgezogen, lernen wir, wachsen wir, immer in der Polarität aus dem eigenen Streben wie auch aus dem Herangezogen werden. Diese Dualität ist wichtig. Sie ist: aufeinander angewiesen. Wir sind: aufeinander angewiesen - untereinander - und auch in Beziehung zu Gott: Connected in one Love!

Mit "Schwäche eingestehen" meine ich nicht: ein kokettierendes "Spiel" mit der eigenen, vermeintlichen Schwäche die auf das Gesehen-werden-wollen durch Andere zielt und dann doch letzten Endes wieder nur selbstfokussiert bei sich bleibt; sondern einfach dieses Eingeständnis im Unaufgeregten, Einfachen, im Scheitern: Ich gebe es zu, ich kann nicht mehr, ich breche zusammen, ich bin zu schwach morgens aufzustehen, mir fehlt die Kraft. Ich bin gescheitert. Ich wollte alles selbst schaffen und habe es selbst nicht geschafft. Und dann geschah etwas mit mir und so geschieht ES vermutlich auch bei Anderen: In diesem Annehmen und im nicht mehr-Jemand-Großes-Starkes-Sein-müssen, im "Abfall" von den großen Idealen und den Lügen des eigenen EGOs (der Herrscher = Goliath in uns/ aber auch Kapitän für unser Seelenschiff, um im Leben klar zu kommen), entfaltet sich - von unten wie von oben gleichermaßen "an uns" gedeihend - die feine, sanfte, liebevolle Gnade, die einen Boden, ein Fundament in uns legt Gnadenboden).
Wolkenflaumig weich und sanft, babylich unaufdringlich, leise und still, kaum vernehmbar hinaufkeimend. Das ist ES, das ist das dienende Prinzip, das jesuanisch-sanfte, erdnah empor keimende, unaufgeregt-nüchternde, das sowohl von außen als auch von innen heraus in mit durch bei mit uns wirkt. ES wirkt! J-ES-US wirkt! Uns so werden wir neu. Nicht im Hochoben. Nicht im Tiefunten. Im Nichtmehrmüssen. Im Empfangen lernen. Im Los - Lassen. Im Entspannen. Im demütig sich in die Hand Gottes geben: Nach Kampf und Krieg und Leiden und Wollen und Machen(müssen) und... ER ist da - für dich.

Der Silberstreif am Horizont, das Licht das Finsternisse bricht. HALLELUJA!



Aus dieser - wahrhaftig zu sich selbst ehrlich und aufrichtig seienden - Wahrheit ("Ja, ich schaffe es nicht alleine aus mir selbst") erwächst dann, irgendwann, vielleicht auch viele Jahre und Erfahrungen später, die Erkenntnis: Ja, es stimmt. Ich allein kann die Welt und ich kann mich und ich kann andere Menschen aus all den, über Jahrtausende entstandene und schon früh in uns angelegte Prägungen, nicht aus meiner begrenzten eigenen Kraft befreien und heilen. Es geht nicht! Wahr ist: Am Boden, im Unaufgeregten, im Simplen, im machtlos-herrschaftslos-absichtlosen: fängt die Liebe an. Und ja, es ist in uns dieses Bestreben und Wollen und Machen und Organisieren und visionäre Hinstreben (männliches Prinzip: Struktur schaffen) angelegt: Dieser Wunsch es - immer (wieder) besser - zu machen. Doch irgendwann im voranschreitenden Durchdenken und Leben erwächst in uns die befreiende Erkenntnis: Aus all den menschlichen Verstrickungen. Aus unseren eigenen. Aus familiär gewachsenen. Aus freundschaftlichen. Aus Schuld. Aus Angst. Aus Gier. Aus Macht. Usw. Aus all diesem "Schlamm" können wir uns nicht in diesem einen Leben alleine "herausziehen". Wir können uns, und das ist befreiend zu erkennen, herausziehen lassen. Hinaufziehen - lassen. Los - lassen. Und das Paradoxe daran ist: Im Nicht mehr selbst die Kontrolle haben wollen und machen wollen und evangelisieren und machen und helfen und zurechtweisen und lehren und verändern und heilen müssen, erwächst - im Seinlassen - eine immense, gnadenvolle Kraft - sowohl von unten als auch von oben her - die uns (nicht wir aus uns sondern sie, die Kraft mit durch und aus uns) "großzieht". Sprich: Uns wachsen Wurzeln und Flügeln gleichermaßen.

Wir verwurzeln uns erdnah und uns gedeihen Flügel himmelhin.


Unser unserem herrschaftlichen EGO (GOLIATH) liegt ein uns sanft dienender david im: Einander dienen. Wir sind und wir bleiben: aufeinander angewiesen. Lasst uns unten anfangen und dienend am Boden erdnah aufwärts gewachsen werden. Wir werden also Heimat im Miteinander, welches es zu gestalten gilt. Wir sind Vorrübergehende und lassen uns los - ins Werden hinein. Halleluja!


"Gott wohnt in jedem Menschen!" und "nur wer nicht geliebt wird, hasst, nur wer nicht geliebt wird, hasst" - wahre Worte. die uns gerade auch heute tief berühren, aber auch Mut machen und aufrütteln. Die deutsche Politik dieser tage muss, wie Steinmeier es in seiner Rede zur Deutschen Einheit dieses Jahr am 3. Oktober gesagt hat, endlich einsehen und erkennen: Wir müssen wieder aufeinander zugehen und offen werden Füreinander ("verstanden werden und einander verstehen" Steinmeier). Das deutsche Narrativ hat die Geschichten und Erfahrungen der Ostdeutschen niemals wirklich aufgenommen. Diese Geschichten der Menschen sind nie wirklich gehört und integriert worden. "Nur wer nicht geliebt wird, hasst, nur wer nicht geliebt wird, hasst"! Das Caritas-Jahresthema 2017 lautet: Zusammen sind wir Heimat. Und genau das ist es: Im Miteinander werden wir Heimat. Und das inkludiert das Miteinander in Vielfalt aller (!) Menschen in diesem Lande. Im Namen der Demokratie müssen wir für den Zusammenhalt kämpfen. Face-to-Face. Die Lüge spaltet und versklavt Menschen. Die Wahrheit (in Jesu Namen) führt immer, allen Widerständen und Stolpersteinen zum Trotz, in die Freiheit! Halleluja. Gelobt sei der HERR! Auch ein Sich-herausnehmen auf Zeit kann für die Gemeinschaft hilfreich sein, da diese Menschen, einen Blick von Außen auf das Innen entwickeln und erkennen, was die "im Boot sitzenden" nicht mehr sehen.

Und doch gilt es, wenn wir das Miteinander und liebevoll-warmen Beziehungsreichtum als von Gott gewollt als Richtschnur nehmen, diese Menschen auch wieder einzuladen, am Ganzen und an der demokratischen Gesellschaft teilzuhaben. Die Randständigen dieser Tage? Arbeitslose, Abgehängte, Ungeliebte, Ausgeschlossene, Abgedrängte, seelisch Sensible (genannt: psychisch Kranke/ oftmals feine, schwache, sanfte Seelen, die es nach Frieden und menschlicher Nähe dürstet), Homosexuelle, Straftäter, Sexualtäter, usw. In all diesen gilt Jesu Wort "meine Kraft ist in den Schwachen mächtig" ganz besonders. Gott wohnt und wirkt in und durch alle Menschen, er wohnt in jeder und in jedem und ist in der Face-to-Face Begegnung im wirklichen Leben (nicht auf Facebook) erfahrbar im Miteinander; wenn wir in Liebe miteinander gleichgestellt auf Augenhöhe verbunden sind und uns füreinander wirklich interessieren (Heilung durch Begegnung).


Hier ist auch die Frage nach der eigenen (kollektiven wie persönlichen) Identität immer wieder Frage und Thema. Ich kann nur vollkommen ich selbst sein, wenn ich weiss, wer ich bin, wie ich zum jetzigen Punkt und zu meinem Zustand gelangt bin (biografisches Gewordensein), also einerseits stets im Rückblick auf das Vergangene, andrerseits aber auch im ganz bei sich Selbst im Hier und Jetzt entschleunigt da sein. Darüber hinaus gibt uns Jesus ein Vor-Bild vor. Also ein Bild worauf wir uns - visionär in die Zukunft gerichtet - ausrichten dürfen und sollen. Und doch ist meine Erfahrung: Jesus offenbart sich nur, wenn wir uns auf die Suche begeben. Wir im Höhlengleichnis von Platon: Ohne die Umwendung und Umkehr (Hinwendung auf Gottes Weg) von uns, geht es nicht. Und das ist oftmals ein langer Suchprozess bis er in ein Finden und dann in ein Gefundenwerden übergeht und eine Gewissheit in uns von außen her erwächst: Gott ist Wirklichkeit und sein Wort ist Wahrheit und sein Weg führt in die absolute Freiheit, allen Widerständen und Bedrängnissen zum Trotz. Jesus ist DAS WORT das befreit von allen menschlichen, weltlichen Zwängen und Verengungen und Lügen und Ketten und Unzulänglichkeiten und Verstrickungen. Doch ohne Umwendung und Wachstum zum Haupt, zu Jesus, in dieses zukünftige Bild und Ziel hinein, irren wir weiterhin durchs Leben, ohne das Wissen, dass letztlich Gott jesuanisch durch in und mit uns wirkt und stets schon direkt bei uns ist. Auch und gerade im Scheitern. Im Fallen. Im Nichtschaffen. Im Loslassen. So werden wir also Empfangende und das muss ich mir selbst auch immer wieder sagen, bis ich es begreife. Ich darf das Schreiben und Künstlersein getrost auch an den Nagel hängen. Es ist meine Gabe. Und die Gabe ein Geschenk, wo aber auch die Gefahr des Bedrängtwerdens (der Widersacher ist existent) ansetzt. Darum kann ich es auch Loslassen und - immer wieder neu - abgeben in Deine Hand. Ich muss mein Rätsel "wer ich bin?" und "wer ich sein werde?" nicht selbst lösen: ER vollendet - mich. ER vollendet - uns. Das heisst: Wir dürfen glauben und vertrauen lernen und abgeben was uns bedrängt. Halleluja und Amen. Das ist für mich die frei machende Botschaft: Jesus und Gott lieben mich und lieben dich. Sie lieben uns und haben uns auf diese gottgeschaffene Welt gesandt. Die Lüge und der Bedränger haben schmieden falsche Pläne, suchen Einlass in unsere Gedanken und Handlungen, doch Jesu Kraft wirkt vom Anfang der Welt bis zu ihrem Niedergang und wird uns, Schritt für Schritt, allen Umwegen und Widerständen zum Trotz: in die Freiheit führen. Halleluja. Gelobt sei der HERR!

Und wenn, wie bei Bonhoeffer, einsames Fragen uns umtreibt und wir nicht mehr wissen wer wir sind: Gott weiss es. Er vollendet uns in unserem Suchen und Fragen und Nichmehrkönnen. Ihm düren wir alles anvertrauen und abgeben. All unser Scheitern, unsere Schwächen und Zweifel. Amen.


Mit diesem 250sten Blog-Eintrag und nach 10 Jahren "Dichter- und Poet"-Sein verabschiede ich mich für einige Zeit von diesem Blog, der jetzt für sich steht und offen ist gelesen zu werden. Meine Saat ist ausgebracht. Ich gehe ins Empfangen - am Boden. Wartend auf die Dinge die da kommen. Eleminend erscheint am 19. Februar 2019 und wird dann auch kostenfrei als pdf-Manuskript hier zum Free-Download online gestellt werden. Bis dahin: Seid herznah behütet auf Eurem Weg. Beschützt vor allem was Euch zu bedrängen versucht und gewiss, dass die Gnade des treuen, wahrhaftig lebendigen und liebenden Gottes (in Jesu Namen in mit vor hinter durch bei UNS) nimmermehr endet. Denn die Liebe hört nimmermehr auf, sondern wirkt immer fort. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Euch: Ganzwerdung im Fragmentarischen sowie im Wissen, dass dies hier alles nur Stückwerk ist und die letzte Vollendung durch Gott geschieht im letzten Hinübertreten: ER vollendet. Segen möget ihr empfangen. Liebe schenken, Hoffnung behalten. In Liebe und in Jesu Namen: H-ALLE-LU-JA!: Amen.





TRUE FRIENDSHIP & BIG LOVE,

Euer und Ihr,

Simon Felix Geiger                                                               Feiburg im Breisgau, 7. Oktober 2017

Monday, 2 October 2017

Felsenfeste Glaubensburg

Wir spüren und fühlen und erkennen: Die Dinge sind im Wandel! Momentan geschieht etwas mit uns, auf geistiger Ebene, was wir zuvor noch nicht - in dieser Tiefendimension - kannten. Friede zieht ein in unsere Herzen. Das mental-rationale Bewusstsein nimmt ab. Die vierte Dimension, die Zeitfreiheit wird erfahrbar. Wir kommen hinein in das Hier und Jetzt, in die vollkommene Gegenwart, wo alles zeitgleich vorhanden ist. Wir spüren: Ursprungsnähe und Weiblichkeit. Die Demut zieht die Gnade an. Liebe durchflutet unser Inneres. Peu á Peu entfaltet sich das Neue weiter in uns. Das Alte ist vergangen. Spaltung und Trennung verschwindet und wir erkennen: Wir sind Wir. Wir sind verbunden. Wir werden gemeinsam. Du bist Ich und Ich bin Du. Das trennende Ego-Ich ist sozusagen "the captain of our souls". Wir steuern damit unser Seelenschiff durch dieses eine Leben. Doch tiefer in uns verborgen ist unsere wahre, göttliche Natur: Unser Selbst. Mit männlichen wie weiblichen Anteilen, mit Schatten- wie Lichtseiten. Wir haben ein liebendes, flammendes, neues: Herz.

Gefühle sind im Bauch anzusiedeln. Jesus ist Liebe, vollkommene Hingabe, vollkommen Gott und vollkommen Mensch; heisst: Vollkommen in sich vereinend: Sowohl Männlichkeit als auch Weiblichkeit. Was knechtet und unfrei macht, sind "Wurzeln des Übels": Macht, Gier, Angst. Oftmals früh(kindlich) geprägte Anbahnungen - in uns. Ein sich Selbst herausnehmen ("Sündenfall"); heisst: Sich vom Ganzen abspalten und sich selbst rausnehmen. Heisst: Wir können uns umwenden/ umwenden lassen - vom Licht und von Liebe (= vollkommenste Hingabe und Liebe: Jesus) und wieder zurück in diese "Anbindung" (Connection) kommen: Das meint zu Jesus kommen. Diese Anbahnung des Sich-weg-Wendens durchbrechen und - immer wieder - neu anfangen und hinkommen zum Kreuz, das bereits - hinter! - uns liegt. Das bedeutet: Das Alte ist vergangen. Wir drehen uns zum Kreuz und sehen: Da hängt - alle - Sünde der Welt bereits. Wir müssen folglich keine "Ringträger" (vgl. Herr der Ringe, Frodo) mehr sein. Warum? Weil: Jesus trägt, löst und rettet. Besser gesagt: Er hat es bereits getragen und das Böse besiegt und uns errettet. Und das ist doch die Frohe Botschaft: Diese Gnade ist für jede und jeden von uns. Sie ist schon da. Die Liebe ist schon da. Das Reich Gottes (welches von der herrschenden Logik der Welt ("das Recht des Stärkeren") nicht verstanden wird (das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht begriffen), ist bereits hier und jetzt erfahrbar!

Gott ist durch logisches Denken erkennbar, aber auch durch konkrete Erfahrung. Wir dürfen leben. Wir dürfen lieben. Wir sind alle - aus Hoffnung in Liebe und durch Glaube - verbunden und - in Jesu Namen - frei. Jesus sendet uns hier auf die Erde um unsere Erfahrungen zu machen. Wie ein Vater der seinen Sohn losschickt um auszuziehen und selbst Erfahrungen zu machen und zu lernen! Dabei ist tatsächlich alles (!) erlaubt, doch nicht alles dient dabei - zum Guten! Halleluja. Das strafende, angstmachende, richtende - Gesetz - ist vergangen und wir sind zur Freiheit berufen als Brüder und Schwestern - im Glauben an Jesus Christus. Dieser freimachende, angstlösende, auf Gott vertrauende und sich rück an Ihn bindende - Glaube, ist immer wieder angewiesen und auf ein Gegenüber bezogen, welch-es (!) einfach nur vollkommenste, reinste, herrliche Liebe ist. Vollkommene Hingabe, vollkommenes Bei-uns-sein: Hier und Jetzt. Jesus Christus.

Und wenn wir Jesus als unseren Erlöser erkannt haben und auch vor unseren Mitmenschen voranschreitend bezeugen und diesen "Königsweg" des Glaubens (nicht der Religion) gehen, so wird uns bewusst, und so steht es auch geschrieben, dass Gott Jesus gesandt hat und Jesus wiederum uns sendet: als Kinder, als Töchter und Söhne Gottes. Wenn also dogmatische, uns einengende, zwanghaft aufgedrückte Religion als knechtendes Gesetz von außen, moralisch überlegen, grob, "mit dem Schwert" und mit Macht "von oben" herab, versucht uns zu versklaven, sollten wir sie abstoßen und uns nicht unter dieses Joch begeben, sondern uns auf Jesus ausrichten. Der bereits vor uns steht und uns wieder heimwärts zu sich, zur bedingungslosen, lichtvollen Liebe zieht und für Hoffnung, Liebe, Freiheit - aus Glaube = Vertrauen, steht. Religion kann ein Gefäß sein, in welchem Glaube geregelt gelebt werden kann. Religion ist aber nie absolut, sondern stets "zerbrechliches Gefäß" (R. Marquard). Sie ist eine weltliche Institution und sollte von daher immer den einzelnen, fragenden, suchenden, leidenden, glaubenden, ... Menschen - als ganzwerdendes Fragment - in den Blick nehmen. Immer in der (schrittweise wachsenden) Gewissheit: dass es nicht die Welt, und auch nicht wir selbst sind, die sich immer weiter optimierend (Krankheit der Zeit) vollenden, sondern dass es letztlich ER (ELOHIM), der lebendige Gott, ist, der uns empfängt und vollendet; nicht aus unserer eigenen, IHM mit eigenen Werken gefallen wollenden Anstrengung heraus, sondern durch Sein gütiges, uns liebevoll, sanft und fein ansehendes Da-Sein, dass sich zu uns herstreckt; in reinster Hingabe und warmherziger Liebe: herz(z)ulaufend (vgl. der verlorene Sohn): Abba - kommt uns end-gegen und wir sind gemächlich auf dem Weg - nach Haus. Amen.

Wir sind bereits: Überwinder!

Glaube Liebe Hoffnung


Glaube als Anker im Sturm
Liebe als ewiger Turm
Hoffnung durch Jesus: erlöst!
Freiheit die Spaltung zerstößt


Sunday, 24 September 2017

Relatiovalenz-Release & Herbstbeginn

Liebe Freunde,

am 19. Februar 2019 wird die Trilogie "RelatioValenz" mit der Veröffentlichung meines letzten Lyrik-im-Quadrat-Bands "Eleminend" vollendet. Nähere Infos zum Ort der Release-Party folgen zeitnah. Ich wünsche Euch mit folgender Poesiepostkarte einen wundervollen, farbenfrohen und vor allem suppenreich-gesegneten Herbst 2017! Und die Blätter treiben...


Herzliche Grüße aus dem beschaulichen Breisgau,

Euer

Simon Felix Geiger

Der barmherzige Vater als Hoffnung der Menschheit

Die Ermangelung barmherziger Vaterfiguren
über die zurückliegenden Jahrtausende, von 
Männern, die ihr Mannsein nicht herrschaftlich
überlegen, sondern liebevoll, sanft und zärtlich -
in Schwäche wie Stärke - kraftvoll leben konnten,
(weil die Zeit womöglich noch nicht reif war und noch der
"überlegene Herrscher" & Patriarch gefragt war)
kommt womöglich auch in der tief verwurzelten
Sehnsucht nach einem "barmherzigen Vater" im
Himmel zum Ausdruck. Der Wunsch und die
Sehnsucht nach einem gütigen, sanft gnädigen,
verzeihenden, liebevollen, gutmütig-zärtlichen
und gerechten Vater findet in der Hoffnung auf
den "guten Vater im Himmel" ihre Entsprechung.


Wir - als gefunden und neu gewordene, aus dem
Alten heraus "von oben her" auf das Kreuz hin
umgeschmolzene, zu Christi Leib gehörende
sowie Jesu Christus vor unseren Mitmenschen
bezeugende - Christen bekennen und glauben,
im Sinne von: vertrauen, auf diesen Vater,
dem wir diese (oben genannten) Eigenschaften
zu recht zuschreiben. Inwieweit allerdings
im Laufe der Zeit patriachale Denkmuster
in diese Überlegungen mit eingeflossen sind,
müssen Experten aus Theologie, Philosophie,
Geschichte usw. klären (vermutlich gibt es
diesbezüglich auch schon mehr als genug
Forschung...). In meinem Gedicht "trauer-
trümmer" spreche ich darum ganz bewusst
von "Vater Mutter Tochter Sohn" sowie von
einem "beziehungsreichen Liebesstrom", da
das - für mich - vielmehr den Kern der
biblischen Botschaft (nicht im wortwörtlich
verstandenen Sinn) trifft: Wir haben eine
himmlische Familie und die muss doch,
so glaube ich zumindest, vielfältig, bunt und
auch geschlechter- sowie generationen-
übergreifend sein. Die christliche Rede von
"Vater Sohn und heiliger Geist" (und bei den
Katholiken die Mithineinnahme von Maria als
Mutter Gottes) schreibt diesem liebevollen
Gott vor allem eines zu: Beziehungsfähigkeit;
sprich: Die Fähigkeit Beziehungen einzugehen
sowie die Kompetenz, in und mit diesen Beziehungen
in Hoffnung, Liebe und Glaube zu wachsen! Die Welt und der weltlich orientierte Mensch kennen heutzutage oft vor allem: Isolation, kurzfristige “Beziehungen“, Facebook (statt Face-to-Face), Unfähigkeit sich (auf Grundlage von Vertrauen und Versprechen) auf Dauer an eine Partnerin/ Partner zu binden, etc. Diese eklatante “Beziehungslosigkeit unserer Zeit“ steht im krassen Widerspruch zum lebenschenkenden, Beziehungen fördernden, herzüberströmenden Gott:
Elohim! Der lebendige Gott!

Das kann also unser Orientierungspunkt sein in allen
Irren und Wirren dieser Zeit: Wo die Beziehungs-
fähigkeit, das Zusammenleben, das gemeinsam
in Freud wie Leid (!) Zeit verbringen, gedeiht,
da ist Gott, da ist Jesus mit und unter uns. Wo 
Streit und Zank und Eigennutz herrschen und jede
und jeder zum eigenen Herrscher und Kämpfer im
"aufeinander einkeulen" wird, da stinkt es bis zum
Himmel! Doch auch da gilt: Gottes Gnade ist
so weit über unserem Denken und Verhalten und 
Sprechen und somit ist auch Gottes Gnade viel 
umfassender und weiter reichend, als wir sie uns
je vorstellen könnten. Wir sind: Menschen. Und
wir können - wieder einmal - umkehren & zurück:
auf DEN WEG DIE WAHRHEIT und immer neu
hinein in DAS LEBEN! H-ALLE-LU-JA! Amen

Wednesday, 20 September 2017

Fundamentales Neu-Mensch-Sein!

Christsein bedeutet für mich nicht mehr und nicht weniger als: Fundamentales Neu-Mensch-Sein in und durch und dank und ab dann mit: Jesus Christus. Nach dem Umkehr- und Umwandlungsprozess - durch eigene Erfahrung - im Inneren - angeschaut worden zu sein von IHM führt näher hin an das eigene wahre innere Selbst, an die eigene Seele, das eigene Herz, das eigene Gefühlserleben, die eigene Subjektivität. Ist aber auch höchster Drahtseilakt, Wandel zwischen Schatten und Licht, zwischen Engeln und Dämonen doch stetig wachsend in der Gewissheit: Das Kreuz ist hinter uns! Liegt hinter uns. Der sündige, alte, vergangene Mensch wurde durch uns hindurch zurück ans Kreuz geschlagen. Der Auferstandene steht vor uns mit weit ausgebreiteten, herrlich weißen, weiten Händen. Wir fallen nieder. Das Licht zu stark. ER löst. ER trägt. ER rettet. Kniefall. König: Du warst. Du bist. Du wirst kommen und sein. Jesus siegt. Amen. Diese "Spiegelempfängnis", dieses "Angeschaut-werden" und sozusagen "durchstoßen" werden (alter Mensch wird zerschossen und ans Kreuz genagelt) und umgeschmolzen Neuwerden ist ein Prozess der sich sehr individuell, personenabhängig jeweils anders zeigt. Es gibt so viel Wege wie Sandkörner am Meer. Und doch: Jede/r ist dazu aufgefordert und gerufen die spannendste Reise: zu sich Selbst und dadurch zu Seiner wahren inneren Natur anzutreten. Das ist freiwillig. Und birgt Gefahren. Doch bringt auch große Gnade und Reichtümer. Die Religion, das uns knechten wollende Gesetz (Du musst, Du sollst, tu das nicht und dies nicht) macht unfrei (!) und versklavt. Es macht zu Knechten. Aber Jesus er ist einfach liebenswerte Liebe. Just Love. BIG LOVE und strömt durch aufnahmebereite Herzen: Herzensstrom. So bleiben: Hoffnung Liebe und Glaube. Unser einziger, sich stetig weiter offenbarender, wahrhaftig liebender Gott ist einer der Gnade: ELOHIM. Er entfaltet sich und uns immer weiter. Ich würde gar nicht von ER sprechen, sondern sehe darin womöglich eine Verfälschung durch männlich dominiertes Denken und damit verbundene Vorstellungen. Gott ist, so denke ich, ein ES: J-ES-US. Auch Jesus ist Vollkommenheit durch völlige Balance von männlichem und weiblichem Prinzip. Herrschaftlich dienend. Hingebend und bestimmt. Usw. Wir müssen das Rätsel nicht entschlüsseln, aber wir dürfen in jedem Falle - rückgebunden an Jesu Liebe und damit an das Himmelreich - einfach: LEBEN im Blick nach vorne ohne religiöse Scheinheiligkeit und falsche Götzenbilder. Aber im Idealfall: immer rück-angebunden (grundverwurzelt) mit dem Hintergründigen, mit der Quelle, aus welcher heraus, wir - wie Jesus - als Ebenbilder Gottes - als Liebesstrom - fliessen. Durchaus und gut eingebettet in Alltagsstrukturen und doch ab und an auch mit außerirdischen Gotteserfahrungen, die dann wiederum im Alltag Festigung erfahren dürfen. Und doch ist sie sehr wichtig: Die Unterscheidung der Geister! Wir sind gewarnt: Ich werde Euch wie Schafe unter Wölfe schicken! Also Augen auf: Nicht alles dient uns zum Besten. Aber es ist spannend. Diese unfassbare Reise zu unserem wahren Selbst, mit Jesu Liebe (die wahrhaftig dazu aufruft: zu uns Selbst zu kommen und es ihm gleich zu machen!) und - gemächlich - Schritt für Schritt - ohne Stress - in Glaube, Liebe und Hoffnung: heimwärts! Amen.

Tuesday, 19 September 2017

Trilogie: RelatioValenz

>> Fragmen(t)sch - Ganzendent - Eleminend <<



Monday, 18 September 2017

Gotteskindschaft antreten!

Trete jetzt und hier deine, dir bereits auf deine Brust hin gebahnte Gotteskindschaft an und empfange absichtslos im Gebet und im Glauben die Gnade des Heiligen Geistes, der DASWORT (also Jesus Christus himself) in dich eingibt. Wie ein flammendes Herz voller Liebe und Kraft leuchtet es! Amen. So wirst du vom alten Fleischmensch zur neuen Kreatur in Jesu Christus. AMEN!

Jesus sagt “Fürchte dich nicht!“ “Komm zu mir“ “ich will in dir mein Gemach nehmen und durch dein Herz und dein Lieben wirken und dich aus deinem Eingekerkertsein befreien“ “siehe: Ich mache alles neu“. Deine Schuld ist vergangen, dein Abgetrenntsein von mir hängt hinter dir am Kreuz. Das Verderben besiegt. Du bist erlöst und errettet. Dein Glaube hat dich frei gemacht. Halleluja, Gelobt sei unser HERR Jesus Christus. SEIN Heil und SEIN Reich komme. A und O. Anfang und Ende. Amen.


Menschenlogik-Fleischkreislauf
Opfer werden Täter brauchen Retter
brauchen Opfer werden Täter Drama
Dreieck: Todesspiralen ins Nichts.
Darum ganz klar und zweifelsohne
eindeutig: Jesus Christus rettet!


themba thanda thula
Glaube als offener Prozess
auf das Haupt hin heimwärts!

ER!rettet

dichtragend
bejaend
vergebend
belebend
haltgebend
heilspendend
>> nieendend <<

Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig!

Starker Goliath-Ego-Größen-Wahnsinn des Sich-Über-Andere-Erhebens ("hohoho, schaut her wie toll und groß und schön und reich und stark ich bin, ich schaffe alles selbst aus mir heraus, hahaha, keiner kommt mir gleich, babäm, ich bin kraftvoll und mächtig und über alle erhaben, macht macht immer mehr macht, gebt mir alles, her damit, ich knechte sie alle und mache mir die Welt untertan!") führten bereits in zwei bzw., den aktuell wütenden Dritten hinzu zählend, drei Weltkriege.

Entfesselte (!) Macht-, Gier- und Angst-Prägungen (Angst vor dem minderwertig (zu wenig)/ überwertig (zu viel) Sein) und sich daraus heraus (tragischerweise) entwickelt haben müssende Anbahnungen - in gefährliche, tödlich und vernichtend wirkende Richtungen (kurzum: ins Verderben!) - haben die Welt (wie ein Krebsgeschwür) infiziert und befallen. In diese Entwicklungen hinein spricht der lebendige Gott der bedingungslosen, lebenreichwerdenlassenden Liebe (Fülle, Reichtum, Segen), aber weiterhin Sein lebenspendendes, aufbauendes und segensreiches WORT:
"Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig!" Die Gesunden bedürfen keines Arztes, aber die es dürstet und die sich nach Liebe und Gemeinschaft und Wärme und Geborgenheit und Lebendigkeit sehnen und die Zuflucht suchen: Die bedürfen der Frohen Botschaft des Auferstandenen. Nicht um GLOIATHGROß zu werden, sondern um davidienend den dienenden Dienst am Nächsten zu erlernen und - sanftmütig wie demütig - ins Bereitsbestehende weiter Werdend hinein zu Wirken.

Wäre es nicht wunderbar, wenn sich das - von den Nazis pervertiert missbrauchte - Größenwahnsinns-Bestreben "des Deutschen Volkes" in ein - im Kleinen (in den Gemeinden, bei den einfachen, bodenständigen Menschen, gemeinsam und inklusiv) Dienen (Gegenteil von Herrenmensch), entwickeln würde? In eine, in Deutschland (im Land der Dichter und Denker) lange schon angebahnte, Hoffnung des Heilwerdens des Menschen und des gesamten Planeten (Garten Eden als bereits einst bestehende und sich wieder entfaltende Zukunftsvision?) "davidienend" im Kleinsten (bottom up!)? Übertragen auf den Flüchtlingsbereich: Gemeinden in Europa als "Inseln", als "Zufluchtsstätten" und "Geburtsstationen" einer friedlichen, heilen und segensreichen Zukunft... Es wird auf jeden von uns ankommen, wie so oft: Auf jeden Einzelnen, und es wird sich zeigen, inwieweit Kreisläufe und Dynamiken neu aufgebrochen und verwandelt Heilwerdung geschehen und ermöglichen werden und welche Spiralen unaufhaltsam abwärts führen. Und doch bleibt: Licht & Wärme. Glaube, Liebe, Hoffnung und das Vertrauen in das Heilsgeschehen Gottes und Seinen Plan, der uns durchwirkt.

DEIN WILLE GESCHEHE!
DEIN WORT WIRKT! JESUS SIEGT!

AMEN!

>> einander dienend aufeinander angewiesen einander dienend aufeinander angewiesen <<
>> einander dienend aufeinander angewiesen einander dienend aufeinander angewiesen <<

Gnadenboden & Gutwerkbaum

Demut heisst: am Boden Liebe üben. Im Alltag. Im Einfachen. In der Bewältigung des Alltäglichen, des Unaufgeregten. Bedeutet auch Buße tun. Buße bedeutet: Umorientierung und Umkehr. Heisst: Sich umwenden - und sich umwenden lassen. Hinein in die Erkenntnis, hinzu auf die Bedeutung des Kreuzes - wo sich alle Schuld und Sünde der Welt hinein manifestiert (hat). Das Kreuz ist sozusagen die "Schlangengrube", der "Schlund Mordors", der Sog des Bösen, die Kraft der schwarzen Löcher, der Sog der dunklen Kräfte, das Schwarz des Nichts, usw. Hierhinein haben sich alle Teufelskreise und Hexenzirkel, alle dunklen, falschen Stimmen und Schlangenworte und Flüche und zerstörerische, depressive, einengende Gedanken, Verhaltensweisen und dämonisch-schwarze Umklammerungen, die sich "wie ein Strudel destruktiver Anbahnungen gebildet hatten" und "im Umlauf gewesen sind", hinein zementiert und alles in sich aufgesogen. Doch das war nicht das Ende, sondern dieses Ende war der Anfang eines Neubeginns. Jesus ist aus dem Dunkel wieder ins Licht gekommen: in neuer Gestalt. Es hat also eine Umwandung stattgefunden und auch hier ist interessant, dass er nur den Menschen erschienen ist, sofern ich mich nicht täusche, zu denen er auch davor schon Beziehungen (!) pflegte und die von IHM berührt worden sind - auf einer Tiefenschicht = Agapeebene.

"Und das Licht scheinet in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht begriffen."
(Joh 1, 5). Durch die Erlösertat von Gottes Sohn Jesus Christus hat sich alle Dunkle Energie - alle ungünstigen Anbahnungen und Entwicklungen - sozusagen voll und ganz auf ihn "eingeschossen" und damit auch all diese unguten, destruktiven, teuflischen Anbahnungen in den Abgrund gerissen und sozusagen verschlungen. Und Jesus ist Gott und Gott ist Der da war und Der da ist und Der da kommt. Heißt: Alles in Allem. In jedem Falle hat sich im Kreuz das Böse auf Gottes WORT (Jesus Christus, WORT im Fleisch) gestürzt. Jesus Christus wurde über den menschlichen Weg vollkommen Gott bzw. er war und ist und wird immer göttlich sein, da er tatsächlich DER SOHN Gottes (und somit auch in GOTT selbst) ist und auch der heilige Geist aus diesem "Dreiklang der ineinander verschränkten Liebe" ausfliesst: Gemeinschaft und Liebe und Gnade und Leben dem Empfangenden in Fülle spendend "Wer Ohren hat zu hören, der höre"! Bedenkenswert ist der Gedanke der Vervollkommnung zu der wir als Christen auf jeden Fall berufen sind. Heisst: Wir sollen zum Haupt hin wachsen (bezieht sich auf Gemeinden wie auch auf den Einzelnen in der Gemeinschaft). Heisst auch: Stelle dein Licht nicht unter den eigenen Scheffel. DU BIST FREI. Deine alte Identität hängt bereits am Kreuz hinter dir, wie ein alter, verschimmelter, abgetragener Mantel. Du hast die neue Identität, dein weißes Gewand bereits vor Augen und wächst in dieses helle" Regenbogen-Feudenkleid" - durch das Gesetzt (Lehren, Zurechtweisungen, Hinweise, Tipps, Gespräche, Anregungen, usw.) - in das Kreuz hinein wachsend und schlussendlich durch diesen Nachvollzug des Leidens Christi hindurch - hinein in diese neue, werksunabhängige Gnadenidentität hinein. Aus der sich dann widerrum, durch das "Anziehen der Gnade" (warmer Mantel der Geborgenheit, eingehüllt und ummantelt von fein gewobener Liebe) die wahrhaftig, nicht aus sich selbst heraus gemachten, sanft und dienend empor wachsenden, sich hingebenden, lebendig-herzensgute (Jesu-)Werke.


Während die Logik des Fleisches und der Welt vielleicht von Jesus als "einem vorbildlichen Menschen" spricht und ihn gleichsetzt mit einem Meister wie Buddah, oder wie Mohammed oder wie Andere, so bekennt und bezeugt der Glaube an Jesus (= die inwendige Verbundenheit mit Jesus und seiner Liebe, die uns durchströmen möchte (aber auch Niemanden zwingt, IHN einzulassen = Jesu/ Gott respektiert den freien Willen des Menschen), dass Jesus auferstanden ist und immer noch lebendig und heilspendend wirkt. Jesus Christus ist weiterhin erspürbar, lebendig in der Begegnung mit dem Transzendenten als ELOHIM, als Gott erfahrbar und möchte Beziehung zu uns. Und so ist es tatsächlich so, dass wir wieder (und immer wieder neu) unsere "Empfangsantennen" auf IHN ausrichten können und dürfen (sofern wir Empfangen wollen = kein Zwang!) und sollen. Denn: Das Gesetz, also das was im alten Testament als "Zuchtmeister" gemeint ist, ist sozusagen ein Lehrer/ eine Lehrerin, welches uns hinführt - hin auf das Kreuz und auf Jesus Christus. Und wenn wir diesen Punkt, diesen Wendepunkt der Geschichte, das Kreuz, in uns erspüren und uns daraufhin ausrichten und uns hin auf diesen Punkt hinführen lassen und selbst ausrichten und "heranziehen" lassen im Nichtmehrwollen und Nichtmehrbegehren und im einfachen Loslassen und Seinlassen und Offenwerden, dann geschieht Jesus durch uns hindurch: Sprich: Die Demut zieht die Gnade an. Und diese Gnade widerrum befreit uns! Sie kommt "wie ein warmer Mantel" und legt sich um uns. Wie eine Geborgenheit. Wie ein warmes, weiches "Walfischbauch-Gebettetsein". Im Nichtmehr-Von-sich-fort-schiessen oder sich Hinfortziehen lassen - von sich Selbst - in diesem alten, bereits vergangenen und doch noch wirkenden "System des Gesetzes" (= des Zuchtmeisters = Widersachers = Widerstandes = Wachstumshelfers im Blick hin aufs Kreuz und fort von Selbstoptimierungszwängen und Versagensängsten und Begehrenswünschen = herausgehoben aus dem was uns nichtig, niederzwingt und eingengend kleinpresst) finden wir in dem Maße zu uns selbst, wie wir über uns Selbst hinaus kommen. Wenn wir also unser eigenes Leben ganz aufgeben und es hingeben und hineinfinden in dieses Loslassen und Empfangen, dann kehrt DAS WORT in uns ein und dann sind wir - als Abschluss dieses Umwandlungs- und Umkehrungs- und Umschmelzungsprozesses - tatsächlich (aufgrund eigener Erfahrungen!): eine neue Kreatur in Jesus Christus - und frei! Amen.

Und auf diesem Gnadenboden, der jenseits des Gesetzes bereits da ist, beginnt der Glaube zu gedeihen und zu wachsen und bringt "gute Früchte" wie ein "Gutwerkbaum" hervor. Die eben nicht mehr aus dem menschlichen Machenwollen heraus gemacht werden müssen (grob: du musst!), sondern die aus und in und durch und mit uns - durch Jesu Liebe in unserem flammenden, neuen "aktiviertem" Herzen - aus diesem herzüberfliessenden Reichtum heraus - aus Gnade - geschehen und wirken und blühen und wachsen und gedeihen und heilen und befreien und wirken und wirken und wirken. Das ist Lebensfülle und blühendes Leben. Sozusagen: Das Leben 3.0!  Und eben nicht Selbstoptimierungswahnsinn und "Ich schaffe es selbst, lass mich" oder "Ich bin zu stolz mit Hilfe zu suchen" oder "Ich mache es aus mir heraus", nein - es ist dieses - nicht immer einfach zu realisierende - Empfangen und Geschehenlassen ohne die Kontrolle behalten zu müssen, sondern vielmehr "Flow" und Loslassen und in dieser demütigen Haltung (die nicht! aus sich selbst heraus aus dem menschlichen Fleisch heraus selbst gemacht werden kann!): Gnade!


Und so bleiben: Glaube Liebe Hoffnung. Und alles führt hinein in diesen tiefen inneren Frieden. In ein inwendiges Schalom. Hier schon erspürbar und erfahrbar und immer raumgreifender werdend, und doch weiterhin noch als Fragment im Ganzwerdend der letzten Vollendung - durch IHN - end-gegen. Weit ausgestreckte, helle, heile, uns kennende, uns liebende, gnadenvolle Hände und Arme warten auf uns! Jesus Christus: ER trägt. ER löst. ER rettet. Lasst uns weiter Liebe und Demut und Sanftmut am Boden üben. Und es nicht weiter selber machen wollen. Ohne Jesus können wir nichts vollbringen. ER ist das A und das O. Das Wirken lebendiger, lebensbefähigender, beziehungsreicher Liebe und Gemeinschaft. Halleluja und Amen.